Veranstaltungshinweise

Kriminalität und Kriminalisierung
08.09.2026 | Köln | Willi-Eichler-Akademie
Was in einer Gesellschaft unter Kriminalität verstanden wird und wer und welches Verhalten als kriminell gelabelt werden, ist entgegen populistischen Narrativen keineswegs „natürlich“ oder „klar“. Im Gegenteil unterliegt die Herstellung von Kriminalität einem komplexen gesellschaftlichen Prozess, der von gesellschaftlichen Ungleichheitsverhältnissen durchzogen ist. Wer wann als kriminell markiert wird und wie mit diesen Menschen umgegangen wird, ist Ergebnis eines gesellschaftlichen Aushandlungsprozesses.
In der Veranstaltung wird die aktuelle Kriminalitätsbelastung skizziert und mit Hilfe von kriminologischen Forschungsergebnissen eingeordnet. Darauf aufbauend wird der Begriff der Kriminalisierung eingeführt und gezeigt, inwiefern dieser mit Ungleichheiten verwoben ist. Die Inputphasen werden mit Diskussions- und Austauschphasen abgewechselt.
Die Veranstaltung wird als Vorbereitung für den Informationsbesuch einer Justizvollzugsanstalt empfohlen.
Zielgruppe: Schöff:innen und interessierte Menschen
Wann: 08.09.2026, 18:00 Uhr - 21.30 Uhr
Wo: AWO-Veranstaltungssaal, Venloer Wall 15, 50672 Köln
Teilnahmebeitrag: 20 €
Trainerin: Lisa Tölle, Dr. phil., Kriminologin und Sonderpädagogin
Hier finden Sie weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung.
Hier finden Sie weitere Veranstaltungen der Willi-Eichler-Akademie.
Fachtag 20 Jahre Stalking-KIT in Bremen
08.-09.09.2026 | Bremen | PD Dr. Iris Stahlke, PsychKon e.V., Täter-Opfer-Ausgleich Bremen
"Nachstellung, „Stalking“ ist eine Form missbräuchlicher (Paar)Beziehung. Solche Beziehungen sind sehr stabil, weil die Wiederholung eines Traumas in späteren Beziehungen zumeist der unbewusste Versuch ist, eine traumatische Erfahrung doch noch zu meistern oder aufzulösen. Solche Reviktimisierungen in einer (Stalking) Beziehung werden um so wahrscheinlicher, je mehr sogenannte „negative Beziehungsintrojekte“ mit der Überzeugung verbunden sind, Misshandlung und Strafe für gerechtfertigt zu halten. Zusätzlich kann eine geringe Selbstwirksamkeitserwartung durch stetig neue negative Erfahrungen traumatischer Hilflosigkeit die Entwicklung eigener Grenzen beeinträchtigen. Als Folge dessen werden solche, den traumatischen Erfahrungen ähnliche Situationen in aktuellen (Paar)Beziehungen immer wieder hergestellt, um sie nun kontrollieren, beeinflussen und vielleicht dadurch bewältigen zu können. Die Wiederholung alter Traumata ist neben der psychischen Dissoziation eine der wichtigsten Anpassungsreaktionen auf schwere Stressereignisse. Oft werden Situationen so lange wiederholt, bis durch abwechselnde Annäherung und Vermeidung eine Meisterung des ursprünglichen Ereignisses wenigstens in Ansätzen gelingt. Polizei und Strafjustiz, soziale Arbeit und Beratungsstellen kommen mit solchen Reinszenierungen dann in Kontakt, wenn Außenstehende auf das destruktive Geschehen aufmerksam werden oder Beteiligte selbst sich an die entsprechenden Institutionen wenden, weil sie Kontrollverluste befürchten oder ihnen (schwere) Verletzungen zugefügt wurden. Im Umgang der Institutionen mit solchen (Paar)Beziehungen wiederholen sich (unbewusst) die oben genannten Beziehungsdynamiken und insbesondere die Gefühle von Allmacht und Ohnmacht in der Bewältigung solcher „Akten“ oder der Beziehungsarbeit mit den Beteiligten."
Der Fachtag zielt darauf ab, solche Dynamiken zu verstehen und institutionsübergreifend nach Auswegen aus den Allmachts-/Ohnmachtsgefühlen im Umgang mit den Akten und den Betroffenen zu suchen.
Veranstaltende: PD Dr. Iris Stahlke, PsychKon e.V., Täter-Opfer-Ausgleich Bremen
Wo: Forum am Domshof, Domshof 26, 28159 Bremen
Wann: 08.-09.09.2026
Anmeldeschluss: 15.08.2026
Hier finden Sie weitere Informationen zum Fachtag "20 Jahre Stalking-KIT in Bremen".
Webinar: Digitalisierung der Justiz
17.09.2026 | Online | EuroPris
Merken Sie sich bereits jetzt den Termin vor!
Am 17. September 2026 von 14:00-16:00 Uhr findet das EuroPris-Webinar "Digitalisation of Justice" statt.
Fachtag: Peer - Support und Praxis
21.09.2026 | Bremen | hoppenbank e.V.
People with talents we need
In der Psychiatrie und Suchthilfe spielen Erfahrungsexpert*innen längst eine wichtige Rolle. Die Rolle des Genesungsbegleiters ist definiert und anerkannt. Doch welche Rolle spielen Menschen mit gelebter Erfahrung in anderen Hilfesystemen? Etwa bei der Begleitung von Desistance- und Recovery-Prozessen in der Straffälligen- und Wohnungslosenhilfe? Welche Potenziale birgt der Peer-Support hier – und wie lassen sich Berührungsängste und Vorurteile abbauen? Kurzum – Wie gelingt es, einen modernen, partizipativen Empowermentansatz in klassischen Hilfelandschaften zu etablieren? Wo liegen die Herausforderungen und Chancen?
Die Praxis zeigt: Wenn die „Methode Peer-Support" durch klar definierte Rollen, Einarbeitungen, Zielsetzungen und Schulungen, etwa zu Haltungsfragen, in eine Organisation integriert wird, können multiprofessionelle Teams mit Peer-Support entstehen, die nicht nur wirksam handeln können - sondern auch gemeinsam besser.
Um diese Gelingensbedingungen aus der Praxis und für die Praxis zu zeigen, darüber zu diskutieren und um sich gemeinsam Gedanken über eine teilhabeorientiertere Hilfelandschaft zu machen, lädt der hoppenbank e.V. zum Fachtag „Peer-Support & Praxis“ nach Bremen ein. Die Veranstaltung führt Fachkräfte, Peer-Supporter*innen, Forschende sowie Akteur*innen aus Politik und Verwaltung zusammen.
Impulse und Best-Practices
Im Fokus des Fachtags steht der Austausch auf Augenhöhe, um Erfahrungswissen als anerkannte Profession und wichtige Ergänzung der Hilfelandschaft weiter zu etablieren. Neben praxisnahen Einblicken und dem Raum für fachlichen Diskurs erwarten Sie fundierte Impulse:
Prof. Julian Knop (Tatort Zukunft): „Credible Messenger“ – Peer-Support in der Straffälligen- und Jugendhilfe
Ermin Delic (Neunerhaus, Österreich): Peer-Support in der Wohnungslosenhilfe
Peer-Support Team (hoppenbank e.V.): Best Practices aus der Praxis multiprofessioneller Teams
Veranstaltende: hoppenbank e.V.
Wo: Kirche St. Pauli (Große Krankenstraße 11, 28199 Bremen)
Wann: 21.09.2026, 09:30 – 15:00 Uhr
Hier finden Sie weitere Informationen zum Fachtag "Peer - Support und Praxis".
Strafe und Gefängnis
22.09.2026 | Köln | Willi-Eichler-Akademie
Strafe muss sein – so hört man es immer wieder. Aber: stimmt das eigentlich? Und: woher kommt diese Überzeugung?
Strafen spielen in der eigenen Erziehung und in gesellschaftlichen Aushandlungen eine wesentliche Rolle - so auch, wenn es um Kriminalität geht: In westliche Industrienationen des globalen Nordens wird auf strafrechtliche relevante Normübertretung in der Regel mit einer strafrechtlichen Verfolgung reagiert, an deren Schlusspunkt oftmals scheinbar unvermeidlich eine Inhaftierung steht. Im Rahmen des Vortrages gehen wir der Frage nach, welche Rolle Strafen in unserer Biografie gespielt haben und welche strafenden Überzeugungen sich deshalb eingeschrieben haben. Wir reflektieren kritische die gängigen Verfolgungs-, Straf- und Inhaftierungspraxen.
Die Veranstaltung wird als Vorbereitung für den Informationsbesuch einer Justizvollzugsanstalt empfohlen.
Zielgruppe: Schöff:innen und interessierte Menschen
Wann: 22.09.2026, 18:00 Uhr - 21.30 Uhr
Wo: AWO-Veranstaltungssaal, Venloer Wall 15, 50672 Köln
Teilnahmebeitrag: 20 €
Trainerin: Lisa Tölle, Dr. phil., Kriminologin und Sonderpädagogin
Hier finden Sie weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung.
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Bundestagung der BAG-FORAS und Fachtag zum Thema "Risikokommunikation in Netzwerken sozialer Strafrechtspflege"
22-23.09.2026 | Bielefeld | BAG FORAS e.V.
Vom 22.-23. September 2026 finden in Bielefeld die diesjährige Bundestagung der BAG-FORAS und der Fachtag des Vereins zur Förderung der Straffälligenhilfe Bielefeld e.V. und der Forensischen Fachambulanz Bethel statt. Freuen Sie sich auf einen Vortrag von Dr. Fritjof von Franqué zum Thema Risikoprognostik im Dunkelfeld, einen Vortrag von Prof. Dr. Andreas Mokros zu aktuellen Entwicklungen in der Risikoprognostik, auf Workshops zu Themen wie "Empirische Evaluation eines Risikoklassifikationssystems für Sexualstraftäter unter Führungsaufsicht und im Programm der Zentralstelle SPREE des LKA Berlin" oder "Risikokommunikation im Alltag forensischer Ambulanzen" und weitere spannende Programmpunkte sowie Raum für gemeinsamen Austausch.
Hier finden Sie weitere Informationen zum Fachtag und zur Bundestagung.
33. Deutscher Jugendgerichtstag
24-27.09.2026 | Kassel | DVJJ
Vom 24. bis 27. September 2026 findet unter dem Titel „jugend(ge)recht“ der 33. Deutsche Jugendgerichtstag der DVJJ an der Universität Kassel statt!
Im Zentrum steht dabei die Frage, wie jugendliches Verhalten verstanden, begleitet und rechtlich bewertet wird und wie dabei Augenhöhe, Teilhabe und Verhältnismäßigkeit gesichert werden können. Es geht um rechtliche Fragen des Jugend(straf)rechts sowie um die Forderung nach mehr Gerechtigkeit für und aus Perspektive junger Menschen.
Der Deutsche Jugendgerichtstag ist die zentrale Veranstaltung für alle Berufsgruppen, die im Jugendstrafverfahren tätig sind, mit straffällig gewordenen jungen Menschen arbeiten oder sich wissenschaftlich mit Jugenddelinquenz befassen. Der Jugendgerichtstag schafft Raum für den fachlichen Austausch über zentrale Fragen des Jugendkriminalrechts – mit Blick auf aktuelle Herausforderungen, gesellschaftliche Entwicklungen und die Lebensrealitäten junger Menschen. Sie bietet Gelegenheit, die neuesten wissenschaftlichen Befunde sowie innovative und bewährte Ansätze aus der Praxis kennenzulernen, Projekte zu diskutieren und interdisziplinär in den Dialog zu treten.
Hier finden Sie weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung.
Internationale Fortbildung für grundlegende Kompetenzen im Strafvollzug
28.09.-02.10.2026 | Antalya | Confederation of European Probation
Vom 28. September bis zum 02. Oktober 2026 findet in Barcelona, Spanien der 6. Durchlauf der "International Training School on Core Correctional Skills" der CEP statt.
Da die Supervision zunehmend über Videoanrufe, Messaging-Anwendungen, Online-Plattformen und hybride Kontaktformen stattfindet, stellt sich die zentrale Frage, wie Vertrauen, Engagement und eine auf Veränderung ausgerichtete Kommunikation in digital vermittelten Interaktionen aufrechterhalten werden können.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Arbeitsbeziehung, einschließlich der Klärung von Rollen, Machtdynamiken und der Pflege effektiver Beziehungen im Online-Umfeld. Prosoziales Vorleben, motivierende Gesprächsführung, Problemlösung und kognitive Umstrukturierung werden durchgängig integriert, wobei die Notwendigkeit einer bewussten und kompetenten zwischenmenschlichen Interaktion in der digitalen Supervision hervorgehoben wird.
Die Ausbildungsstätte nutzt moderne Methoden der Erwachsenenbildung und verfolgt einen stark praxisorientierten Ansatz mit Rollenspielen, Coaching, Feedback und dem Einüben von Fertigkeiten, die darauf ausgelegt sind, den direkten Transfer in die alltägliche Bewährungsarbeit zu unterstützen.
Fachtag zur Vermeidung von Ersatzfreiheitsstrafen
29.09.2026 | Bremen | Das Projekt CHANCE-Netzwerk & der Verein Bremische Straffälligenbetreuung
In der Justiz, Wissenschaft und Politik wird regelmäßig über die Vermeidung von Ersatzfreiheitsstrafen diskutiert. Der Fachtag verbindet wissenschaftliche Ergebnisse mit praktischen Erfahrungen aus Justiz, Straffälligenhilfe und Vollzug und lädt dazu ein, gemeinsam über wirksame Ansätze zur Vermeidung von Ersatzfreiheitsstrafen ins Gespräch zu kommen. Zentral geht es dabei um die Ursachen von Ersatzfreiheitsstrafen, bestehende Möglichkeiten der Haftvermeidung sowie die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure. Anhand aktueller Forschungsergebnisse, Praxisbeispielen aus Bremen und eines Flächenlandes sowie einer abschließenden Podiumsdiskussion werden Herausforderungen, Erfahrungen und Perspektiven für die Weiterentwicklung der Vermeidung von Ersatzfreiheitsstrafen beleuchtet.
Wann: 29. September 2026
Wo: Konsul-Hackfeld-Haus, Birkenstraße 34, 28195 Bremen
Veranstalter: Das Projekt CHANCE-Netzwerk (ESF+ gefördertes Projekt zur systematischen Wiedereingliederung von Inhaftierten und (Ex-) Straffälligen in die Gesellschaft, angesiedelt bei der Senatorin für Justiz und Verfassung) und der Verein Bremische Straffälligenbetreuung
Die Teilnahme am Fachtag ist kostenlos.
Anmeldeschluss ist der 15. September 2026. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt.
Stolpersteine bei interaktionellen Auffälligkeiten
29.09.2026 | Frankfurt a.M. | Hessische Fachambulanz
Unter dem Titel "Stolpersteine bei interaktionellen Auffälligkeiten" findet am 29. September 2026 die diesjährige Fachtagung der Hessischen Fachambulanz statt.
Zielgruppe der Tagung sind insbesondere Therapeut*innen, die im Rahmen von HeFARegional tätig sind, oder sich für die Behandlung von Proband*innen der Bewährungshilfe in Hessen interessieren, sowie alle Bewährungshelfer*innen. Darüber hinaus sind auch alle anderen mit dem Thema befassten Fachkräfte herzlich willkommen.
Wann: 29.09.2026 von 09.30-16.00 Uhr
Wo: Saalbau Gutleut, Rottweiler Str. 32, 60327 Frankfurt/M.
Die Teilnahmegebühr liegt bei 50 Euro. Für Kooperationspartner*innen der HeFA (z. B. hessische Bewährungshelfer*innen, Richter*innen, Staatsanwält*innen, Polizist*innen und regionale Therapeut*innen der HeFA) ist die Teilnahme kostenfrei.
Weitere Informationen, das Programm sowie das Anmeldeformular finden Sie im Anhang.
Konferenz zum Thema elektronische Aufenthaltsüberwachung
06.-08.10.2026 | Antalya | Confederation of European Probation
Vom 06.-08.10.2026 findet zum Thema "Electronic Monitoring in a Changing World – Perception versus Reality" die 14. Electronic Monitoring Conference der CEP statt.
Da sich die elektronische Überwachung (EM) zunehmend in den Justizsystemen Europas und darüber hinaus etabliert, erstrecken sich ihre Anwendungsbereiche auf immer komplexere Gebiete: Überwachung von Personen mit hohem Risiko, Opferschutz, digitale Transformation und neue biometrische Technologien. Diese Entwicklungen wecken große Erwartungen, werfen aber auch drängende Fragen hinsichtlich Wirksamkeit, Verhältnismäßigkeit, Ethik und der zwischenmenschlichen Beziehungen auf, die nach wie vor im Mittelpunkt gerechter Ergebnisse stehen.
Erfahren Sie gemeinsam mit internationalen Expert:innen, Praktiker:innen und politischen Entscheidungsträger:innen, wie sich die elektronische Überwachung weiterentwickelt und inwiefern die Wahrnehmung mit der Praxis übereinstimmt oder davon abweicht.
Wann: 06. bis 08. Oktober 2026
Wo: Antalya, Türkei
Hier finden Sie das Programm der Konferenz zum Thema elektronische Aufenthaltsüberwachung.
Save the Date: Fachveranstaltung zum Thema „Digitale Gewalt erkennen, verhindern, bekämpfen – Die Istanbul-Konvention im digitalen Zeitalter“
08.10.2026 | Berlin | Deutsches Institut für Menschenrechte
Die Berichterstattungsstelle geschlechtsspezifische Gewalt des Deutschen Instituts für Menschenrechte lädt zu einer Fachveranstaltung zum Thema „Digitale Gewalt erkennen, verhindern, bekämpfen – Die Istanbul-Konvention im digitalen Zeitalter“ ein.
Die Veranstaltung bietet eine Plattform für Expert*innen sowie Interessierte aus Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Praxis, um über die komplexen Herausforderungen digitaler Gewalt in den Austausch zu treten. Ziel ist es, über die weitreichenden Folgen, bestehende Schutzlücken für Betroffene sowie aktuelle gesetzliche Entwicklungen zu diskutieren und gemeinsam Handlungsansätze und Lösungen aufzuzeigen.
Wann: Donnerstag, 08. Oktober 2026
Wo: Auditorium Friedrichstraße, Quartier 110, 10117 Berlin
Merken Sie sich den Termin bereits im Kalender vor, weitere Informationen folgen in Kürze.
65. DHS Fachkonferenz SUCHT 2026
27.-28.10.2026 | Essen | Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.
Abhängigkeitserkrankungen bewegen sich zwischen öffentlichem Raum und verborgenen Welten: Während offene Konsumszenen in Parks, Bahnhöfen oder Wohnvierteln gesellschaftliche Debatten prägen, bleiben viele Suchterkrankungen sowie Betroffene unsichtbar.
Die 65. DHS Fachkonferenz SUCHT widmet sich vom 27. bis 28. Oktober 2026 unter dem Titel „Öffentlicher Raum und Verborgene Welten“ im Haus der Technik in Essen diesem Spannungsfeld. Sie bietet eine Plattform für Austausch und Diskussion, um aktuellen Herausforderungen zu begegnen, Hilfsangebote zu stärken, Stigmatisierung abzubauen und den Treatment Gap zu überwinden.
Programm-Highlights der erstmals 2-tätigen DHS Fachkonferenz SUCHT sind:
Plenarvorträge von renommierten Expert:innen zu aktuellen Entwicklungen, neuen Denkanstößen und Lösungsansätzen
Jeweils 6 parallele Themenforen an jedem Konferenztag u.a. FASD – Diagnostik, Prävention und Praxis, Chemsex, Prävention im Digitalen und organisationale Resilienz
Panel-Diskussion: „Wie könnte der öffentliche Raum in 10 Jahren aussehen, wenn wir verborgene Welten aktiv einbeziehen?“
Kreativer Abschluss: „Sucht, Sinn und Slam – Im Rausch der Poesie“
Meet & Match Point in den Pausen zum niedrigschwelligen Austausch mit ausgewählten Referierenden und Expert:innen
Begleitende Ausstellung Mutare sowie ein großer Aussteller- und Informationsbereich
Anmeldung und weitere Informationen:
Über die Tagungs-Website www.dhs-fachkonferenz.de können Sie sich zur 65. DHS Fachkonferenz SUCHT anmelden und das detaillierte Programm einsehen. Schnell sein lohnt sich, denn einige Foren sind bereits ausgebucht.
Für Fragen steht das DHS Veranstaltungsmanagement gern zur Verfügung: veranstaltungen@dhs.de.
Gefängnis ohne Alternativen? - Zeit für Austausch
03.11.2026 | Köln | Willi-Eichler-Akademie
Gefängnisse seien ein notwendiges Übel, um das man nicht herumkommt, schreibt der Philosoph Michele Foucault. Stimmt das? Sind wir als Gesellschaft tatsächlich dazu genötigt, an Gefängnissen festzuhalten? Im globalen Süden und in diskriminierten Communities gibt es seit jeher auch anderen Formen mit abweichendem Verhalten umzugehen. An diesem Abend tauschen wir uns zu Ihren Eindrücken von dem Infobesuch im Gefängnis aus und explorieren gemeinsam Alternativen. Wir auch fragen danach, was es braucht, um in unserer Gesellschaft auf Strafe zu verzichten, Konflikte ernst zu nehmen und in Institutionen der Gerechtigkeit zu investieren.
Die Veranstaltung wird zur gemeinsamen Reflexion von Eindrücken nach einem Informationsbesuch einer Justizvollzugsanstalt empfohlen.
Zielgruppe: Schöff:innen und interessierte Menschen
Wann: 03.11.2026, 18:00 Uhr - 21.30 Uhr
Wo: AWO-Veranstaltungssaal, Venloer Wall 15, 50672 Köln
Teilnahmebeitrag: 20 €
Trainer: Jan Tölle
Hier finden Sie weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung.
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Interdisziplinärer Fachtag in Hessen: „Kinder von Inhaftierten: Partizipation und Vernetzung im Blick“
11.11.2026 | Darmstadt & Digital | Landesfachstelle Netzwerk Kinder von Inhaftierten – Hessen / AKTION - Perspektiven e.V. in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule Darmstadt und Der Paritätische Hessen e.V.
Am Mittwoch, den 11. November 2026 von 10.00 - 16.15 Uhr findet an der Evangelischen Hochschule Hessen in Darmstadt und digital der interdisziplinäre Fachtag „Kinder von Inhaftierten: Partizipation und Vernetzung im Blick“ statt.
Mit Beiträgen aus Hessen und den Niederlanden, zu Theorie und Praxis von Partizipation und gelingender Beteiligung, zu Kinderrechten, dem Spannungsfeld von Kinder- und Jugendhilfe und Strafvollzug wird Raum geschaffen, für Austausch, Vernetzung und konkrete Handlungsansätze.
Eingeladen sind Fachkräfte in Jugendämtern, Beratungsstellen und JVAen, Justiz und Verwaltung, Politiker*innen, Studierende der Sozialen Arbeit, Pädagogik und Psychologie und alle Interessierten.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Anmeldeschluss ist der 30.10.2026.
Veranstaltende sind die Landesfachstelle Netzwerk Kinder von Inhaftierten – Hessen / AKTION - Perspektiven e.V. in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule Darmstadt und Der Paritätische Hessen e.V.
Hier und im Anhang finden Sie die Anmeldinformationen und das Programm.
Bundestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffälligenhilfe (BAG-S)
23.-24.11.2026 | Erfurt | BAG-S
Am 23. und 24. November 2026 findet in Erfurt die Bundestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffälligenhilfe (BAG-S) statt.
Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Straffälligenhilfe knüpft die Tagung an die Tradition der Unterstützung beim Übergang von der Haft in die Gesellschaft an und nimmt aktuelle Herausforderungen der Wiedereingliederung in den Blick.
Im Rahmen der Bundestagung werden unter anderem folgende Fragen diskutiert: Wie kann in gesellschaftlich unruhigen Zeiten weiterhin eine professionelle Unterstützung bei der Wiedereingliederung straffällig gewordener Menschen gewährleistet werden? Wie können sich Akteure besser vernetzen, um über Ländergrenzen hinweg voneinander zu lernen und zu profitieren? Welche Bedingungen sind für eine qualitätsvolle, langfristig tragfähige Arbeit in der Straffälligenhilfe notwendig?
Hier finden Sie den Anmeldelink sowie alle weiteren Informationen zur Bundestagung der BAG-S.