Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Dokumentation 22. DBH-Bundestagung

DBH-Materialien Nr.74
DBH-Materialien Nr.74

40 Jahre Führungsaufsicht

DBH-Materialien Nr.75
DBH-Materialien Nr.75

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DBH-Materialien

Nr.73 Europäische Vorgaben zum Opferschutz – Unterstützung oder Hemmschuh für Restorative Justice? Beiträge des 15. Forums für Täter-Opfer-Ausgleich
Auf dem 15. Forum für Täter-Opfer-Ausgleich in Trier wurde über diese Vorgaben informiert sowie über die damit verbundenen Risiken und Chancen diskutiert. In diesem Tagungsband werden zum einen die themenbezogenen Plenarvorträge von Prof. Dr. Heinz Cornel, Dr. Wolfram Schädler, Dr. Stefanie Bock und Dr. Michael Kilchling dokumentiert. Zum anderen werden die Inhalte der sechs Arbeitskreise einschließlich der Ergebnisse der dazu stattgefundenen Diskussionen vorgestellt. Inhaltlich befassten sich die Teilnehmenden im Rahmen dieser Arbeitskreise auch mit anderen Entwicklungen im Täter-Opfer-Ausgleich. Dazu zählten insbesondere die Beteiligung des sozialen Umfelds im TOA, Vergleiche der neuen Opferrechte mit den Richtlinien für die Straffälligenarbeit, TOA im Umfeld der Schule, Restorative Justice nach Verurteilung, TOA als Bestandteil richterlichen sowie polizeilichen Handelns und eine Bestandsanalyse des TOA-Angebots bei den Sozialen Diensten der Justiz.
Es ist auch als eBook erhältich. Das eBook erscheint mit der ISBN 9783924570385. Es wird bis 04.06.15 zum Promotionpreis von 4.99 EUR und danach zum Verkaufspreis von 5.99 EUR angeboten. Bestellmöglichkeiten: Apple iBooks, Amazon Kindle-Shop, eBook.de

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Nr.72 Rechtliche und tatsächliche Rahmenbedingungen des Täter-Opfer-Ausgleichs in Haft - Ein Beitrag zur Umsetzung des Täter-Opfer-Ausgleichs im baden-württembergischen Strafvollzug, Autorin: Silvia Andris
Die DBH-Materialien Nr.72 sind erschienen: "Rechtliche und tatsächliche Rahmenbedingungen des Täter-Opfer-Ausgleichs in Haft - Ein Beitrag zur Umsetzung des Täter-Opfer-Ausgleichs im baden-württembergischen Strafvollzug, Autorin: Silvia Andris"
Dieses Buch kommt zur rechten Zeit: Durch die neue EU-Opferrechtsrichtlinie und die Erweiterung des Behandlungsangebots in den Justizvollzugsanstalten um opferbezogene Elemente hat der Täter-Opfer-Ausgleich wichtige neue Impulse erfahren.
Für alle an Restorative Justice Interessierten stellt dieses Werk eine wichtige Lektüre dar. Die Autorin leistet damit Pionierarbeit im Bereich des Täter-Opfer-Ausgleichs in Haft. Gerade die Anwendung des Täter-Opfer-Ausgleichs und anderer restorativer (Behandlungs-)Elemente im Strafvollzug verweist exemplarisch auf das weite Anwendungsspektrum der Restorative Justice. Damit wird nicht nur für die praktische Arbeit eine Lücke geschlossen, sondern in einem systematischen Sinn das Potenzial der Restorative Justice als einer universal einsetzbaren konzeptionellen Ressource deutlich. Die Autorin stellt uns konträr zu gängigen Auffassungen eine Sichtweise vor, die nicht begrenzt ist auf den Bereich minder schwerer Delikte oder im Ausschluss bestimmter Straftaten die höhere Vernunft sieht. Vielmehr öffnet sie die Augen dafür, dass restorative Elemente umso wertvoller sein können, je schwerer die Straftaten und damit die Tatfolgen sind.
Durch die neue EU-Opferrechtsrichtlinie erscheint Restorative Justice und der TOA auch als ein opferbezogenes Angebot, zu dem die Betroffenen aus eigener Entscheidung Zugang haben sollen. Eine Beschränkung für die Durchführung des TOA auf bestimmte Verfahrensstadien kann somit aufgelöst werden.
Die jüngsten Entwicklungen im Strafvollzug heben die Bedeutung des TOA in eben diesem Sinn an. Mit der Erweiterung des Behandlungsangebots in den Justizvollzugsanstalten um opferbezogene Elemente, wie es einige neue Strafvollzugsgesetze vorsehen (Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen), wird dem TOA ein neues Fallspektrum erschlossen. Das wesentliche Verdienst des vorliegenden Bandes ist, das Potenzial des TOA im Kontext der vorherrschenden Resozialisierungskonzeption und der organisatorischen Bedingungen von JVAs auch unter praktischen Aspekten verdeutlicht zu haben.
Das Buch hat die ISBN 978-3-924-570-35-4, umfasst 228 Seiten und kostet 12 Euro.
Das Buch ist auch als E-Book erschienen und wird in E-Book-Shops wie Apple iBooks, dem Amazon Kindle Shop, den Tolino Shops oder Google Play erhältlich sein, sowie in vielen anderen Online-Shops und bei über 2.000 Online-Buchhändlern - in 30 europäische Länder und über Apple iBooks und Kobo in die USA und Kanada.
Als E-Book erscheint es mit der ISBN 9783924570361. Es wird bis 31.12.15 zum Promotionpreis von 4.99 EUR und danach zum Verkaufspreis von 6.99 EUR angeboten.

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Nr.71 Restorative Justice – Der Versuch, das Unübersetzbare in Worte zu fassen
Restorative Justice
Ein im internationalen Kontext inzwischen üblicher und in seiner ganzen Bandbreite schwer ins Deutsche zu übersetzender Begriff stellt eine Herausforderung dar. Allein die Tatsache, dass die Übersetzung des englischen Begriffs „Justice“ im Deutschen entweder „Justiz“, aber auch „Gerechtigkeit“ als korrekte Übersetzung zulässt, mahnt zur behutsamen Annäherung.
Der hier vorliegende Band ist der Versuch, diese behutsame Annäherung zu wagen, ohne vorschnelle Definitionen abzugeben oder einfache Erklärungen in den Ring zu werfen. Eine Anzahl namhafter internationaler Autoren haben sich in dankenswerter Weise dazu bereit erklärt, in diesem Buch ihre ganz persönliche Sichtweise und ihre ureigene Beziehung zu Restorative Justice darzulegen. Die Beschreibungen des Verhältnisses zwischen denen, die Restorative Justice propagieren und praktizieren, und den Praktikern in der Justiz sind in diesem Buch auch besonders anregend undmüssten eigentlich beide Seiten zu einer Neubestimmung ihrer Rolle führen. Deshalb gehört dieses Buch in Deutschland in jede Fachstelle für Täter-Opfer-Ausgleich sowie in die Ausbildung von zukünftigen Mediatoren in Strafsachen, sollte aber auch gerade im Hinblick auf die weitergehende Diskussion von interessierten Juristen und Wissenschaftlern
gelesen werden.
Autoren:
Gerd Delattre, Vorwort
Dr. Claudio Domenig, Restorative Justice - Vom marginalen Verfahrensmodell zum integralen Lebensentwurf
Dominic Barter im Gespräch mit Sissi Mazzetti, Restorative Circles - Ein Ansatz aus Brasilien, der Raum für den gemeinschaftlichen Umgang mit schmerzhaften Konflikten schafft
Dr. Christa Pelikan, Restorative Justice – (m)ein Weg - Von der Konfliktregelung in Jugendstrafsachen zum RJ-Verfahren bei Gewaltstraftaten in Paarbeziehungen und zur RJ in interkulturellen Konflikten
Dr. Martin Wright, Gerechtigkeit (wieder)herstellen - Wenn Theorie, Gesetz und Praxis sich treffen
Sonia Sousa Pereira, Neue Impulse durch Gefühle
Leo van Garsse, Zwischen Zynismus und Nostalgie - Die Umsetzung von Restorative Justice und Mediation in Strafsachen in Belgien
Prof. Dr. Thomas Trenczek, Restorative Justice in der Praxis - Täter-Opfer-Ausgleich und Mediation in Deutschland
Auch als eBook erhältlich: eBook Vorschau bei Libri

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Nr.70 Krise der sozialen Gerechtigkeit – Herausforderung für Kriminalpolitik und Soziale Arbeit mit Straffälligen, Beiträge der 21. DBH-Bundestagung 2012 Darmstadt
Resozialisierung ist ein Gebot der Menschenwürde und des Sozialstaats. Unter diesem Leitgedanken stand die vom 19. bis 22. September 2012 in Darm-stadt abgehaltene 21. Bundestagung des DBH-Fachverbandes. In diesem Materialienband werden die in der Eröffnungsveranstaltung vorgetragenen Grundsatzreden (19.09.) von Heinz Cornel, Christoph Butterwegge, Michael Hartmann und Jürgen Borchert wiedergegeben.
Die Krise der sozialen Gerechtigkeit stellt nicht nur ein allgemeines Problem für unseren Rechts- und Sozialstaat dar, sondern auch ein ganz besonderes für die Soziale Arbeit mit Straffälligen und die damit zusammenhängende Kriminalpolitik. Diese Herausforderung war das Thema der DBH-Bundestagung 2012.
Resozialisierung ist der Auftrag der Bewährungs- und Straffälligenhilfe seit Beginn ihres Wirkens. Diesem kommt sie heute unter zum Teil sehr belastenden Arbeitsbedingungen und nicht nur für ihre Klienten immer schwieriger werdenden ökonomischen Bedingungen und eingeschränkter Lebenschancen nach. Diesen Ergebnissen und sich daraus entwickelnden Fragen gehen die Autoren dieses Bandes nach.
Dabei sollte das Augenmerk darauf gerichtet sein, dass der Resozialisierungsprozess immer ein mindestens zweiseitiger ist. Diese Arbeit ist nicht nur auf gesellschaftliche Rahmenbedingungen angewiesen, sie muss diesen auch etwas abverlangen können. Wenn bestimmte Voraussetzungen für das Zurückfinden in „normale“ Lebensabläufe zwischen Arbeit, Wohnen und Freizeit nicht gegeben sind, bleibt auch die davon ausgehende soziale Kontrolle Stückwerk und lässt professionelle Hilfe an Grenzen stoßen. Dies kann in keinem gesellschaftlichen Interesse sein, denn die Gefahr zur Bestrafung als ausschließlichem Mittel der Kontrolle zurückzukehren ist damit gegeben.

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Nr.69 Elektronische Überwachung gefährlicher Täter und Umgang mit besorgten Bürgern
Seit dem 1. Januar 2011 ist die elektronische Aufenthaltsüberwachung von als gefährlich eingeschätzten Entlassenen aus dem Strafvollzug bundesweit als Weisung im Katalog der Führungsaufsicht nach § 68 b Abs. 1 S. 1 Nr. 12 StGB zulässig. Diese im Zuge der Reformierung der Sicherungsverwahrung gesetzlich geschaffene Möglichkeit schränkt die Bewegungsfreiheit der überwachten Person im Rahmen bestimmter „Gebots-„ und „Verbotszonen“ ein.
Durch die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) und des Bundesverfassungsgerichts wurde dem rechtswidrig gewordenen Zustand einstweilen mit der Entlassung von Sicherungsverwahrten abgeholfen. In vielen Fällen war die unmittelbare Reaktion darauf die Einrichtung von Dauerobservationen durch Polizei und Intensivbegleitung durch die ambulanten Sozialen Dienste der Justiz. Die Antwort des Gesetzgebers bestand in der Neuordnung des Rechts der Sicherungsverwahrung und der begleitenden Regelungen, wozu auch die Anordnung der elektronischen Aufenthaltsüberwachung gehört.
Der Umgang mit gefährlich eingeschätzten Straftätern gehört schon seit Langem zur Praxis der ambulanten Sozialen Dienste der Justiz, fand aber bis dahin keine große öffentliche Aufmerksamkeit. Es handelt sich dabei um den Umgang mit Probanden der Führungsaufsicht, Entlassenen aus den Forensischen Psychiatrien, Sexualstraftätern und um in die Einbindung in landesweite Überwachungsprogramme (HEADS, KURS etc.).
Die Beiträge in diesem Buch befassen sich mit den Fragen der Menschenwürde, des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung, der persönlichen Freiheit, der Berufsfreiheit, des Bestimmtheitsgrundsatzes, des Rechtsstaatsprinzips und des Gebots zur Resozialisierung. Sie erstrecken sich auf juristische und kriminologische Aspekte des Problems, aber auch auf praktische Fragen des öffentlichen Umgangs und der sozialarbeiterischen Bewältigung.
Das neue Instrumentarium, „die elektronische Aufenthaltsüberwachung“, wird aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Einerseits werden die Motive des (Bundes)gesetzgebers, die Erfahrungen mit der seit Jahren existierenden hessischen „Elektronischen Fußfessel“, mit den Gerichtlichen Weisungen im Rahmen der Führungsaufsicht und die kritische Auseinandersetzung von Wissenschaftlern behandelt.
Die besondere Situation in der Kleinstadt Marburg wird ebenso beschrieben, wobei auch auf den Umgang mit besorgten Bürgern, die als Nachbarn auf den Zuzug von Entlassenen aus der Sicherungsverwahrung protestierten, eingegangen wird.
Schließlich beschreiben zwei Bewährungshelfer/innen Ihre Erfahrungen im Umgang mit Probanden, die als gefährlich bezeichnet werden. Die eine beschreibt, wie notwendig es ist, intensiv und nah an der Person stehend zu betreuen und. dabei auch Alltagsfragen zu behandeln, oder sie zumindest als Zugangsthema zu nutzen. Der andere kommt zu dem Resümee, dass viele Voraussagen der mangelnden Integrationsbereitschaft einfach nicht zutreffen, sondern scheinbar vielmehr durch das „Binnenklima“ im Strafvollzug geprägt werden.

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Nr.68 Übergangsmanagement für junge Menschen zwischen Strafvollzug und Nachbetreuung - Handbuch für die Praxis, DBH-Projekt Übergangsmanagement
In diesem Fachbuch schreiben ausgewiesene Expertinnen und Experten aus wissenschaftlicher und praktischer Sicht über die Problematik des Übergangsmanagements zwischen Strafvollzug und Nachbetreuung und regen zu Verbesserungen an.
Deutschland hat zwar die „sichersten“ Gefängnisse, die Resozialisierungserfolge bei jugendlichen Strafgefangenen fallen mit einer Rückfallquote von ca. 80 % hingegen sehr gering aus. Gefangene werden nach verbüßter Strafe häufig unvorbereitet und ohne Unterstützung in die Freiheit entlassen, mit extrem hohen Rückfallrisiken in der Zeit nach der Entlassung.
Einige wenige Vollzugsanstalten und einzelne Länderprogramme, die eine Entlassungsvorbereitung mit einer Unterstützung der Eingliederung nach der Entlassung verzahnen, zeigen, dass Rückfallquoten erheblich gesenkt werden können. Indem die ehemaligen jugendlichen Inhaftierten in den Heimat- bzw. ihren neuen Wohnorten weiter betreut, Berufsausbildung oder Arbeit fortgesetzt oder vorbereitet, Wohnungsprobleme gelöst, Schulden reguliert, Drogenhilfe und weitere Hilfsangebote in Anspruch genommen werden, kann in den besonders problematischen ersten zwei Jahren nach dem Vollzug soziale und berufliche Integration erreicht werden.
Das System der sozialen Strafrechtspflege ist durch die Föderalismusreform im Jahr 2006 stark ausdifferenziert und schwer überschaubar geworden. Die Vielfalt von Zuständigkeiten hat zur Folge, dass zwischen Gerichten, Staatsanwaltschaften, Bewährungshilfe, Führungsaufsicht, Straffälligenhilfe, Jugendgerichtshilfe, Justizvollzugsanstalten, Jugendhilfe, Sozialhilfe, Arbeitsagenturen, Gesundheitsämtern etc. immer neue Schnittstellenprobleme entstehen. Gemeinsame Instrumente der Diagnose, Prognose, Dokumentation, des Controlling sowie die Einbindung der strafentlassenen Jugendlichen in das Gemeinwesen sind die Ausnahme. Es gibt keine Gesamtkonzeption der Verzahnung der ambulanten und stationären Maßnahmen für eine integrierte Resozialisierung.
Insofern gibt es einen großen Bedarf, einen systematischen Austausch über bisher eher marginal vorhandene wirksame Ansätze eines kooperativen Managements der Übergänge vom Jugendstrafvollzug in ein Leben in Freiheit (und insbesondere in Ausbildung und Arbeit) zu organisieren.

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Nr.67: Außensicht der Innensicht - Bewährungshilfe in der Erinnerung ehemaliger Bewährungshelfer, Autor: Paul Reiners
In diesem Buch geht es um die rückblickende Sicht und Würdigung des Berufsfeldes durch fünf Bewährungshelfer und eine Bewährungshelferin, die viele Jahre ihres Lebens aktiv in diesem Arbeitsfeld verbracht haben. Mit ihnen hat der Autor darüber Gespräche geführt, die hier veröffentlicht werden.
In einem einführenden Teil wird die historische und rechtsgeschichtliche Entwicklung des Rechtsinstituts Bewährungshilfe konturiert und so einem breitgefächerten Leserkreis der Zugang zu diesem Arbeitsfeld der Sozialarbeit geschaffen.
Durch die Interviews wird ein authentischer Einblick in die Zeit vermittelt, in der sich die Bewährungshilfe in Deutschland aus den ersten Versuchsreihen heraus zu einem anerkannten und bedeutenden Rechtsinstitut entwickelt hat.
Insgesamt ist der Band ein Beitrag zur Geschichte der Bewährungshilfe, aber es ist nicht die Geschichte der Bewährungshilfe. Es ist die Geschichte derer, die hier ihre Eindrücke wiedergeben.

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Nr.66 Praxisevaluation auf dem Prüfstand am Beispiel von Gewaltpräventionsprojekten Anregungen und Empfehlungen für die Trainings- und Evaluationspraxis des Anti-Aggressivitäts-Trainings (AATs), Autorin: Corinna Leutner
Angesichts der (wieder einmal) verstärkten öffentlichen Debatte um Jugendgewalt in den letzten Jahren scheinen auch Gewaltpräventionsprojekte an öffentlichem Interesse zu gewinnen. Insbesondere das in den 1980er Jahren in der Jugendanstalt Hameln von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe entwickelte Anti-Gewalt- bzw. später dann Anti-Aggressivitäts-Training (AAT) hat weite Verbreitung erfahren. Doch nicht nur AATs oder daran angelehnte soziale Trainings, auch Evaluationen haben Konjunktur. Dies hängt nicht nur – aber auch – damit zusammen, dass die Genehmigung von Projekten immer häufiger von parallel durchzuführenden Fremd- oder Eigenevaluationen abhängig gemacht wird. In Evaluationen werden Wirkungen und Effekte der Projektaktivität, aber auch formale Prozess- und Durchführungsqualitäten beurteilt. Dabei können unterschiedliche Bewertungsfragen im Mittelpunkt stehen, je nachdem, welche Gesichtspunkte die Evaluationen zum Gegenstand haben.
Die Autorin beschäftigt sich in dieser Arbeit sowohl mit der konkreten Durchführung von AATs als auch mit daran anschließenden Evaluationen. Insofern kann dieses Buch als eine Evaluation von Evaluationen gesehen werden. Sie ist gleichermaßen lesenswert für die am AAT als solchem interessierten Kolleg/innen wie auch für jene, die auf der Suche nach einer exemplarischen Evaluation sind, die gut nachvollzogen werden kann.

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Nr.65 Vernetzung statt Versäulung - Optimierung der ambulanten und stationären Resozialisierung in Hamburg (Bericht der Fachkommission)
Der Abschlussbericht der Fachkommission „Optimierung der ambulanten und stationären Resozialisierung in Hamburg“ ist eine bisher einzigartige Zusammenstellung der Problemfelder in einer Region. Der DBH-Fachverband hat sich zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Verbesserung der Übergänge insbesondere zwischen Strafvollzug und ambulanter Straffälligenhilfe zu leisten und Möglichkeiten der fruchtbaren Kooperation mit anderen sozialen Diensten und Institutionen der sozialen Wiedereingliederung aufzuzeigen1.
Es ist von größter Wichtigkeit festzustellen, dass Veränderungen des Gesamtkomplexes „Resozialisierung“ nur zielgerichtet erfolgen können, wenn die Schwierigkeiten der Zusammenarbeit analysiert und offen gelegt werden. Für diesen Zweck stellt der vorliegende Bericht eine große Hilfe und einen wichtigen Baustein dar. Wir veröffentlichen
diesen hier, um auch den Akteuren in anderen Regionen Anregungen zu geben, aus den Erfahrungen in Hamburg zu lernen und ggf. selbst solche Bestandsaufnahmen vorzunehmen und sie zur politischen Diskussion und Wirksamkeit zu bringen.

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Nr.64 Kriminalpolitik gestalten: Übergänge koordinieren -Rückfälle verhindern, Beiträge der 20. Bundestagung, Band 2
Im September 2009 führte der der DBH-Fachverband zum 20. Mal seine Bundestagung mit der Beteiligung von vielen Fachleuten aus der Bewährungs- und Straffälligenhilfe und angrenzenden Berufsfeldern durch. Das große Interesse, das hiermit dem Schwerpunkt der Tagung, dem Übergang zwischen dem Strafvollzug und der Nachbetreuung durch Bewährungs- und Straffälligenhilfe sowie anderen Einrichtungen des sozialen Hilfesystems gezeigt wurde, ist seitdem keineswegs geringer geworden, sondern eher weiter gestiegen.
Mittlerweile wird den Übergängen zwischen den verschiedenen Systemen und Institutionen der Strafrechtspflege, der justizinternen, der justiznahen, der nichtstaatlichen Sozialarbeit, den medizinisch-therapeutischen und der ehrenamtlichen Hilfe und aus ihnen heraus jene Aufmerksamkeit zuteil, die im Interesse des Resozialisierungserfolgs der Klienten vonnöten ist.
In diesem Band werden instruktive Beispiele dafür vorgestellt, wie diese Übergänge im Einzelnen gestaltet werden können. Erneut wird darin die große Vielfalt und Bandbreite institutioneller Arrangements veranschaulicht, die aus der Kooperation von Angehörigen ganz unterschiedlich ausgebildeter und professionalisierter Berufe und deren Einfallsreichtum entstehen können und die vom föderalen System zugelassen, ermöglicht und z. T. gesetzlich vorgeschrieben werden.
Köln, 2011, DBH-Materialien Nr.64, Verkaufspreis 10 Euro, ISSN 0938-9474, ISBN 978-3924570-22-4

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Nr.63 Kriminalpolitik gestalten: Übergänge koordinieren - Rückfälle verhindern, Beiträge der 20.DBH-Bundestagung, Band 1
Der DBH-Fachverband führte in Berlin zum 20. Mal seine Bundestagung durch. Es nahmen an den verschiedenen Workshops und Plenumsveranstaltungen 250 Fachleute aus der Bewährungs- und Straffälligenhilfe, dem Strafvollzug, den Universitäten und Interessierten aus anderen Bereichen teil. Vertreter verschiedener Justizministerien der Länder waren ebenfalls anwesend.
Im thematischen Mittelpunkt der Tagung stand der Übergang zwischen dem Strafvollzug, der Nachbetreuung durch Bewährungs- und Straffälligenhilfe und die weiteren Kooperationen mit anderen Einrichtungen. Es wurden verschiedene Konzepte der Resozialisierung vorgestellt, die international und regional Beachtung finden.
Internationalen Entwicklungen folgend empfahl der Referent der Eröffnungsveranstaltung Prof. Dr. Bernd Maelicke u.a. eine Umsteuerung der aufgewendeten finanziellen und personellen Mittel der Justiz: "Entscheidend für weniger Rückfall und damit für mehr Sicherheit der Bürger ist die Phase der Wiedereingliederung nach der Entlassung - dieses ‚Entlassungsloch’ muss vorrangig begleitet und kontrolliert werden". Maelicke verwies auf bundesweit zurückgehende Gefangenenzahlen. Diese Entlastung ermögliche einerseits einen besseren Behandlungsvollzug für weniger Gefangene und schaffe anderseits Personalreserven für den Ausbau der ambulanten Resozialisierungsdienste. Nach Maelicke sind bundesweit 1.000 zusätzliche Bewährungshelfer erforderlich. Die bei der Bewährungshilfe stark gestiegenen Fallzahlen gefährdeten die Erfolge und ließen eine qualifizierte Wahrnehmung neuer Aufgaben wie z. B. im Übergangsmanagement vor und nach der Entlassung nicht zu.
Es wurden auf der Tagung nicht nur die besten Beispiele vorgestellt, sondern es wurden auch die Mängel der bestehenden Systeme benannt und Lösungsansätze vorgestellt. Dabei wurden besonders über das notwendige Zusammenwirken von risikoorientierter Strafvollstreckung, Bewährungs- und Straffälligenhilfe Anregungen gegeben. Grundlegende Informationen lieferten dazu die Erfahrungen der Zürcher Bewährungs- und Vollzugsdienste. Die eingeladenen Forscher und Praktiker aus den USA beschrieben sowohl das inhaftierungslastige System vieler Bundesstaaten als auch einen aufkommenden "Wind des Wechsels".
Die an der Tagung Beteiligten waren sich einig, dass in der Phase des Übergangs vom Strafvollzug zur Nachbetreuung für die Kriminalprävention die stärkste Herausforderung besteht, da die Rückfallgefahr sei. Gemeinsam müsse von allen Beteiligten daran gearbeitet werden, die Rückfallraten nach dem Strafvollzug in Höhe von 80 % und nach Jugendarrest von 70 % zu reduzieren. Die strukturellen Probleme, die sich durch unterschiedliche Zuständigkeiten und ein in deren Grenzen befangenes Denken auf den verschiedenen Ebenen ergäben, müssten aufgedeckt und beseitigt werden.
Die DBH-Bundestagung wurde vom 23.-25.09.2009 durchgeführt. Die in diesem ersten Band vorgelegte Dokumentation von Beiträgen, wird in einem zweiten Tagungsband (DBH-Materialien Nr. 64) fortgeführt. Der Band 1 kostet 13 Euro.

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Nr.62: Kriminalpolitische Herausforderungen - Bewährungs- und Straffälligenhilfe auf neuen Wegen, Zinnowitz 2008
Die Koordinaten der Kriminalpolitik haben sich verschoben. Die kriminalpolitischen Diskurse werden vom Opferschutz und dem Schutz der Allgemeinheit vor neuen Straftaten dominiert. Probleme und Defizite in der Verarbeitung von Kriminalität werden in erster Linie durch ein verschärftes Straf- und Vollstreckungsrecht zu lösen versucht. Die durch die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts eingeforderten resozialisierenden Momente befinden sich in der Defensive. Angesichts der Ressourcenknappheit öffentlicher Haushalte ergeht auch an die Sozialen Dienste der Justiz die Aufforderung, ihre Leistungen bedarfsgerecht und kostengünstig zu erbringen.
Vor dem Hintergrund dieser kriminalpolitischen und fiskalischen Anforderungen sind in den Sozialen Diensten der Justiz und in der Straffälligenhilfe auf organisatorischer und fachlicher Ebene Reformprozesse eingeleitet worden. In einer Art Suchbewegung werden neue organisatorische und fachliche Wege erprobt. Dieser Prozess bewegt sich auf verschiedenen Ebenen. Es wird nicht nur die Gewichtung des Doppelauftrages von Hilfe und Kontrolle in der Bewährungshilfe neu bewertet, auch die Gestaltung des Hilfs- und Kontrollprozesses selbst, infolge neuer kriminal- und sozialpolitischer Anforderungen, wird neu definiert. Zugleich sind die institutionelle Einbindung der Sozialen Dienste der Justiz und die Kooperation mit justizinternen und externen Partner Gegenstand der Überlegungen.
Die Fachtagung in Zinnowitz 2008 hat mit ihren verschiedenen Foren einen Einblick in den gegenwärtigen Stand der Veränderungsprozesse gegeben. In vier Foren sind die Schwerpunkte des zu beobachtenden Veränderungsprozesses aufgegriffen worden.
Die Beiträge des Bandes geben einen Einblick in den aktuellen Stand der Diskussionen und der Veränderungen. Sie erheben keinen Anspruch auf eine vollständige Darstellung der Veränderungsprozesse. Die Beiträge sprechen jedoch die wesentlichen Aspekte des Prozesses an.
Dieser Band wird gemeinsam herausgegeben vom DBH-Fachverband und dem Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern.

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Nr.61: Betreuung und Kontrolle von gefährlichen Straftätern - Prävention von Rückfällen
Die Betreuung und Kontrolle von gefährlichen Straftätern nach der Haftverbüßung ist eine brisante Problematik, die aufgrund spektakulärer Einzelfälle immer wieder zu emotional aufgewühlten Diskussion in Medien und Politik führt. Vor allem anlässlich schwerer Rückfälle einzelner Täter, die bereits einschlägig vorbestraft waren, sind dann auch in Deutschland überschießende Forderungen nach dauerhaftem „Wegschließen“ oder weit drastischeren Maßnahmen vor allem mit Blick auf Sexualstraftäter zu hören. Der Gesetzgeber hat in den vergangenen Jahren darauf meist in der Form reagiert, dass einschneidende Strafverschärfungen verabschiedet wurden. Fachlich fundierte Auseinandersetzungen über die angemessene Anwendung von Prävention und Repression bei gefährlichen Straftätern sind weit weniger spektakulär und erreichen die Öffentlichkeit nur selten. Für die fachlich voraussetzungsvolle Arbeit der Fachkräfte im Straf- und Maßregelvollzug, der Bewährungshilfe und anderer Bereiche der ambulanten Betreuung gilt dies noch weit mehr.
Die Beiträge in diesem Band befassen sich mit Grundlagen, Voraussetzungen und Methoden der Arbeit mit gefährlichen Straftätern aus juristischer, sozialwissenschaftlicher und berufspraktischer Sicht. Sie geben zahlreiche Anregungen darüber, wie diese Arbeit vor dem Hintergrund hoher Erwartungen, wissenschaftlicher Befunde und praktischen Erfahrungswissens weiterentwickelt, differenziert und nachvollziehbar gestaltet werden kann.

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Nr.60: Nachsorgeprojekt Chance - Kein "Entlassungsloch" für junge Strafentlassene
Nachbetreuung von Jugendlichen nach der Haftentlassung in Baden-Württemberg.
In dem Handbuch werden das Projekt und das Qualitätskonzept ausführlich beschrieben. Aus der Sicht der Praktiker und der Forschung werden die ersten Erfahrungen benannt.
Redaktion: Steuerungsgruppe Netzwerk Straffälligenhilfe Baden-Württemberg und
DBH-Fachverband

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Nr.59: Privatisierung und Hoheitlichkeit in Bewährungshilfe und Strafvollzug
Seit mehreren Jahren ist eine Diskussion über die Übertragung von Justizaufgaben auf freie Träger der Straffälligenhilfe und private Anbieter im Gange. Das Ergebnis ist weitgehend offen geblieben, so dass es nunmehr faktisch in einigen Bereichen und Regionen einzelne Modelle der Übertragung gibt und in anderen der Status quo erhalten blieb. In der Auseinandersetzung werden unterschiedliche Argumente vorgetragen, die einerseits von der Sensitivität gegenüber nichthoheitlich legitimierten Eingriffen getragen und von verfassungsrechtlichen Argumenten gestützt sind, andererseits solche, die Kosten-, Effektivitäts- und Flexibilitätsargumente vorbringen.
In diesem Band sind Beiträge zum Thema versammelt, die die fach- und berufspolitische Diskussion widerspiegeln. Sie bilden das Spektrum in der mittlerweile unübersichtlich werdenden Menge an Publikationen und Stellungnahmen weitgehend ab.
Die Beiträge erstrecken sich auf das Feld der Bewährungshilfe und des Strafvollzuges. Sie stammen von Vertretern verschiedener Bereiche, der Berufs- und Fachverbände, der Justizverwaltung, den Gewerkschaften und der Wissenschaft. Sie wurden teilweise zuerst als Redebeiträge auf Fachtagungen gehalten. Sie sollen einen Überblick vermitteln, wie aus unterschiedlicher Sicht heraus argumentiert und sich der Problematik angenähert wird.
Rezension von Prof. Wolfgang Klug

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Nr.58: Evaluation eines Netzwerkes zur Kommunalen Kriminalprävention
Diese Studie erkundet ein kommunales Netzwerk gegen Gewalt. Mit der Aktion „Zivilcourage – Mut gegen Gewalt“ wurden in einem Stadtteil Bremerhavens zwischen 2001 und 2006 vielfältige Präventionsmaßnahmen durch EU-Mittel und über das Stadtplanungsamt Bremerhaven gefördert. Die Evaluation zeigt besonders funktionsrelevante Netzwerkdimensionen und -eigenschaften der Präventionsmaßnahme auf. Mit der empirischen Erhebung werden Qualitäten und Quantitäten des Netzwerkes gegen Gewalt näher untersucht. Sie verdeutlicht, wie sich Kommunale Kriminalprävention über Vernetzung fördern und stärken lässt.
Autoren: Rainer Hoffmann / Falco-Michael Schmidt

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Nr.57: Die Zeugenbetreuung am Gericht
Ein praxisorientiertes Handbuch
Autor: Michael Roth
116 Seiten

Beschreibung
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Nr.56: Klassifikation der Betreuungsintensität in der Bewährungshilfe - Die Evaluierung des Kategorienmodells
Das Kategorienmodell wird ausführlich auf 165 Seiten beschrieben und ausgewertet. Das Buch enthält auch die Bewertungsbögen zur Problemlagen- und Falleinschätzungsanalyse.
Autor: Wilhelm S. Schmitt

Rezension von Prof. Wolfgang Klug
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Nr.55: Sicherheit und Risiko - Soziale Arbeit im Spannungsfeld von Kontrolle und Privatisierung
26 Beiträge zu Bewährungshilfe im Wandel,
Gefährlichkeitsanalyse, Vernetzung, Privatisierung der Bewährungshilfe und im Strafvollzug, Wiedereingliederung von Straffälligen, Ehrenamtliche Bewährungshilfe, Reform der Führungsaufsicht, Zusammenarbeit von Justiz + Suchtkrankenhilfe, Armut und Straffälligkeit (Beiträge der DBH-Bundestagung 2006 in Bremen)

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Nr.54: Training Soziale Kompetenzen
Das Training zur Verbesserung der Sozialen Kompetenzen ist von Praktikern entwickelt worden, um die bisher Arbeit in der Bewährungshilfe zu ergänzen.
Ziele des Trainings sind:
- Entstehung und Verlauf von Konflikten so zu beeinflussen, dass sie zu einem sozial befriedigenden Ausgang führen.
- Soziale Handlungskompetenz zu verbessern.
- Die Dynamik der zwischenmenschlichen Beziehungen zu erkennen und auf das eigene Handeln anzuwenden.

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Nr.53: Therapie und Bewährung
Immer wieder erregen schwere Sexualstraftaten öffentliches Aufsehen. Bürger und die Presse fordern größtmöglichen Schutz vor besonders rückfallgefährdeten Sexualstraftätern. Diese Thematik war Gegenstand einer Fachtagung in der erfahrene Fachjuristen, Psychiater und Psychologen aus Sicht von Theorie und Praxis die Arbeit bestehender Einrichtungen vorführten sowie Voraussetzungen, Vorgehensgrundlagen und Standards einer effektiven Tätertherapie erörterten.

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Nr.52: Schwitzen statt Sitzen
Das vorliegende Handbuch wurde hauptsächlich von Praktikerinnen und Praktikern, die in Einrichtungen zur Vermittlung Gemeinnütziger Arbeit tätig sind, erarbeitet. Ziel dieses gemeinsamen Unternehmens war es, sich auf Standards für die Qualität der inhaltlichen Arbeit für die Praxis zu einigen. Damit werden die bereits bestehenden Standards der einzelnen Einrichtungen auf einen gemeinsamen Nenner gebracht.
Kurzbeschreibung bei "amazon"

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Buch-Tipps

Der englische National Offender Management Service und die deutsche Bewährungshilfe - Ein struktureller und analytischer Vergleich, Carmen Mutz
Carmen Mutz hat als Doktorarbeit sich mit "Der englische National Offender Management Service und die deutsche Bewährungshilfe - Ein struktureller und analytischer Vergleich" beschäftigt. Sie stellt fest, dass es zwischen beiden Systemen faktische Ähnlichkeiten gibt, auch wenn in England / Wales es weitergehende Lösungsansätze zur Weiterentwicklung des Probation Service gibt. Dort wurde das National Offender Management System (NOMS) entwickelt, das den Strafvollzug und die ambulante Betreuung von Straffälligen zusammenfasst, einheitliche Diagnose-Systeme hat und sich sehr stark auf die Risikoorientierung richtet. Die Arbeit wurde veröffentlicht in den "Tübinger Schriften und Materialien zur Kriminologie, Nr.24".

Carmen Mutz, Der englische National Offender Management Service und die deutsche Bewährungshilfe, 2012

Die reformierte Führungsaufsicht- Herausgegeben von Alexander Baur und Jörg Kinzig
Im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz führte das Tübinger Institut für Kriminologie von 2011 bis 2013 eine umfangreiche bundesweite Evaluation der Führungsaufsicht durch. Die Ergebnisse dieses gleichermaßen rechtsdogmatischen und rechtstatsächlichen Forschungsprojekts unter der Leitung von Jörg Kinzig und Alexander Baur werden in diesem Sammelband vorgelegt (Baur: Die reformierte Führungsaufsicht – Eine rechtshistorische, dogmatische und rechtstatsächliche Untersuchung) und rechtspolitisch bewertet (Baur/Kinzig: Rechtspolitische Perspektiven der Führungsaufsicht – Eine Zusammenfassung wesentlicher Ergebnisse der bundesweiten Evaluation der Führungsaufsicht). Hauptaugenmerke liegen auf der Ausgestaltung und der organisatorischen Umsetzung der Führungsaufsicht. Die Ergebnisse werden dabei stets in einen größeren dogmatischen Zusammenhang gestellt und rechtshistorisch verortet.
2015. LIV, 667 Seiten.
ISBN 978-3-16-153720-2 Leinen 129,00 €
Mohr Siebeck Verlag Tübingen
Zusammenfassung der Untersuchung ist abrufbar unter:

Rechtspolitische Perspektiven der Führungsaufsicht - Eine Zusammenfassung wesentlicher Ergebnisse der bundesweiten Evaluation der Führungsaufsicht
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Dissozialität, Delinquenz, Kriminalität, Klaus Mayer und Huldreich Schildknecht (Hrsg.)
Ein Handbuch für die interdisziplinäre Arbeit. Zürich: Schulthess Verlag, 360 Seiten, ISBN 978-3-7255-5728-8, CHF 59.00.
Im Handbuch "Dissozialität, Delinquenz, Kriminalität" geben Fachleute aus verschiedenen Themenfeldern einen Überblick über die professionelle Arbeit mit delinquenten Menschen.
Die Arbeit mit Menschen mit abweichendem Verhalten hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten stark gewandelt. Die bisherigen Ansätze der professionellen Arbeit mit delinquenten Menschen sind in vielen Punkten hinterfragt und überprüft worden. Insbesondere im Bereich der Sozialarbeit, Therapie und Prognostik wurden neue Interventionsformen und Angebote entwickelt.
Im neuen Handbuch "Dissozialität, Delinquenz, Kriminalität" berichten rund 30 Fachleute aus verschiedenen Tätigkeitsfeldern über den aktuellen Stand von Praxis und Forschung. Die Autorinnen und Autoren stammen aus den Fachgebieten Sozialarbeit, Psychologie, Psychiatrie, Recht, Kriminologie, Pädagogik, Ethnologie und Sozialwissenschaft. In drei Abschnitten geben sie einen Überblick über die fachlichen Grundlagen, die verschiedenen Arbeitsfelder und die aktuellen Methoden und Arbeitsinstrumente in der Arbeit mit delinquenten Menschen. Das Handbuch ist die erste deutschsprachige Publikation, die das aktuelle Wissen in diesem Fachbereich für Studierende, Fachleute und weitere Interessierte zusammenfasst.

Information der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Fachlexikon der sozialen Arbeit
Herausgeber: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge

Das „Fachlexikon“ ist das Standardwerk für die soziale Arbeit. Die aktuelle 7. Auflage umfasst über 1.500 übersichtlich strukturierte und teilweise neu systematisierte Stichwörter, deren Auswahl sich strikt nach den Bedürfnissen der sozialen Arbeit richtet.
Über 600 Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit berücksichtigen den neuesten Stand der verschiedenen Entwicklungen und Diskurse und werden damit dem pluralistischen Anspruch des Fachlexikons gerecht.
Auch sehr geeignet für die Begrifflichkeiten: Strafrecht, Kriminalpolitik, Bewährungshilfe, Gerichtshilfe, Täter-Opfer-Ausgleich, Gerichtshilfe, Gemeinnützige Arbeit etc.

Nomos-Verlag: Fachlexikon der sozialen Arbeit - Deutscher Verein

Haftbedingungen in der Bundesrepublik Deutschland
Dokumentation einer Öffentlichen Anhörung zu Gefängnispolitik und Knastalltag. Hrsg: Komitee für Grundrechte und Demokratie Föderalismusreform, Zunahme der Gefangenenrate, längere Verbüßungszeiten, Ausweitung des Verwahrvollzuges, Überbelegungen, starke Rückgänge bei Vollzugslockerungen, minimale Besuchszeiten, Exklusion aus den sozialen Systemen ... so lauten einige der Stichworte, die die aktuellen Haftbedingungen kennzeichnen. ISBN 978-3-88906-130-0, 168 Seiten, 8,- Euro

Buchbeschreibung (Verlagsseite)

Handbuch Resozialisierung
Herausgegeben von Prof. Dr. Heinz Cornel, Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik, Berlin, Prof. Gabriele Kawamura-Reindl, GSO-Fachhochschule Nürnberg, Prof. Dr. Bernd Maelicke, Kiel und Prof. Dr. Bernd Rüdeger Sonnen, Universität Hamburg
3. Auflage 2008, ca. 600 S., brosch., 59,– EURO, ISBN 978-3-8329-3882-6

Beschreibung

Ich bitte mir ein Legehuhn halten zu dürfen, Herr Anstaltsleiter
Höflich, Matzke
Tragikomisches aus dem Strafvollzug
"Für einen atmosphärischen Einblick in die Wirklichkeit von Vollzugsanstalten als Behörden und Schlösser kafkaesker Machart …" Wolfgang Wittmann

Buchbeschreibung (Verlagsseite)

Jugendstrafvollzugsrecht, Heribert Ostendorf (Hrsg.)
Handbuch zum Jugendstrafvollzugsrecht
Eine kommentierende Darstellung der einzelnen Jugendstrafvollzugsgesetze
Herausgegeben von Prof. Dr. Heribert Ostendorf, Universität Kiel, Generalstaatsanwalt a.D.
2009, ca. 764 S., geb., 78,– EURO, ISBN 978-3-8329-3565-8

Beschreibung

Nachträgliche Sicherungsverwahrung – ein rechtsstaatliches und kriminalpolitisches Debakel
Die Arbeit wertet bundesweite Fälle aus, in denen es um Haftentlassene ging, bei denen die Anordnung der nachträglichen Sicherungsverwahrung von Staatsanwaltschaft und Vollzug angestrebt und (teilweise) mit Gutachten untermauert wurde, von den Gerichten aber nicht ausgesprochen wurde, so dass diese Gefangenen bis spätestens Ende des Jahres 2006 aus der Haft entlassen worden waren. In insgesamt 77 Fällen waren die notwendigen Unterlagen zur Analyse verfügbar. Die erreichbaren Akten der Haftentlassenen (Vollstreckungshefte der Staatsanwaltschaft, Sonderbände zur Anordnung der nachträglichen Sicherungsverwahrung oder Gerichtsakten) wurden auf Variablen wie Anlassverurteilung, Vorstrafen, diagnostische und prognostische Daten aus Sachverständigengutachten, Ablehnungsbegründungen und Verfahrensgang durchgesehen. Außerdem wurde durch einen Abgleich mit aktuellen Auszügen aus dem Bundeszentralregister ermittelt, ob es seit der Entlassung aus dem Strafvollzug zu Rückfällen gekommen ist und wenn ja, wegen welcher Delikte die neue Verurteilung erfolgt ist.
Autor: Michael Alex, Seiten: 180, Erscheinungsjahr: 2010, ISBN: 978-3-927983-81-6, €25.- incl. MwSt.

Buchbeschreibung (Verlagseite)

Noch mehr Legehühner im Strafvollzug - Tragikomisches aus dem Strafvollzug
Autoren: Peter Höflich, Michael Matzke, Ralf-Bernd Schramm
Viele Anektoten, u.a. den Schriftwechsel der hessischen Anstaltsleiter und des Justizministerium über die Frage einer Katzenklappe in der Außenmauer zur Vermeidung von Inzucht in der JVA Weiterstadt

Buchbeschreibung (Verlagsseite)

Pop Shop
Gespräche mit Jugendlichen in Haft von Klaus Jünschke, Jörg Hauenstein, Christiane Ensslin

Beschreibung / Bestellung

Soziale Dienste der Justiz - Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis, Autoren: Wolfgang Klug und Heidi Schaitl
Die Sozialen Dienste der Justiz (Bewährungshilfe und Gerichtshilfe) stehen vor komplexen Herausforderungen: Sie sollen einen signifikanten Beitrag zur Verhinderung von Straftaten leisten – und das bei Fallzahlen, die in den meisten Bundesländern stetig steigen oder auf konstant hohem Niveau bleiben.
Das vorliegende Buch widmet sich u.a. folgenden Fragestellungen:
- Welche Erkenntnisse bietet die Wissenschaft den Sozialen Diensten, um den fachlich-methodischen und organisationalen Anforderungen gerecht zu werden?
- Wie können aus wissenschaftlicher Sicht Hilfe- und Kontrollprozess, Motivations- und Beziehungsarbeit gestaltet werden?
- Wie sind die verschiedenen Qualitätsstandards der Bundesländer zu bewer-ten? Welche Best-Practice-Modelle entwickelten die Sozialen Dienste?
- Welche organisationalen/strukturellen Voraussetzungen sind für die Entwicklung und Implementierung fachlicher Qualitätsstandards förderlich?
- Wie lässt sich die Vernetzung zwischen extramuralen und intramuralen Diensten der Justiz verwirklichen?

Prof. Dr. Wolfgang Klug, Professor für Methoden der Sozialen Arbeit an der Katholi-schen Universität Eichstätt-Ingolstadt, und Heidi Schaitl, Master of Social Work und wissenschaftliche Mitarbeiterin, bereiteten wissenschaftliche Erkenntnisse für die Sozialen Dienste der Justiz auf und systematisierten ihre eigenen Erfahrungen in der wissenschaftlichen Begleitung von Projekten verschiedener Bundesländer.
Mönchengladbach 2012. ISBN 978-3-936999-97-6. 192 Seiten. (DBH Schriftenreihe, Bd. 38)Verkaufspreis € 26,00 (€ 19,50 DBH-/DVVJJ Mitglieder; nur bei Bestellung über die jeweilige Geschäftsstelle)

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Strafvollzug zwischen Wende und Wiedervereinigung, Birger Dölling
Kriminalpolitik und Gefangenenprotest im letzten Jahr der DDR, 488 Seiten, 2009, ISBN: 978-3-86153-527-0, 39,90 Euro, Ch. Links Verlag

Rezension von Dr. Ingeborg Blaschke
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Was denken die sich eigentlich?
Einführung in das Strafrecht für Sozialarbeiter und Sozial-pädagogen von Paul Reiners

Rezension
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