Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Dokumentation 22. DBH-Bundestagung

DBH-Materialien Nr.74
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40 Jahre Führungsaufsicht

DBH-Materialien Nr.75
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Veranstaltungen 2017

Fortbildungskalender DBH-Bildungswerk 2017 erschienen

Kooperation als Gesamtstrategie für Prävention und Deradikalisierung gegen Salafismus in Bayern

Auf der Tagung der Gemeinden und Regionen Europas des Europarates (Kongress der Gemeinden und Regionen) wurde u.a. der Bericht zur Umsetzung des Aktionsbereichs der „Strategie zur Bekämpfung von Radikalisierung an der Basis" vorgestellt. Der Bericht ruft die Gemeinden und Regionen auf, den interkulturellen und interreligiösen Dialog und diesbezügliche Initiativen zu fördern und zu unterstützen. Der Bericht stellt in Europa zunehmende Radikalisierungstendenzen, eine Zunahme von Stigmatisierung einiger Gesellschaftsgruppen, eine Anstieg von sog. Hassreden (hate speech) und einen Anstieg von Fremdenfeindlichkeit fest.

Seit Februar 2015 setzt sich der Kongress mit anderen Organisationen und Insitutionen ein, Aufklärungsaktivitäten mit dem Ziel zu entwickeln, gegen die religiöse Radikalisierung und die Radikalisierung, die zu gewaltbereitem Extremismus führt, entgegenzuwirken und interkulturelle und interreligiöse Aktivitäten auf kommunaler Ebene zu fördern und zu ermutigen.

In Anlehnung an die Forderung sei beispielsweise das Bayerische Netzwerk für Prävention und Deradikalisierung zu erwähnen, dass die Vernetzung von Akteuren vor Ort anstrebt, Anzeichen von Radikalisierung frühzeitig erkennen und durch Informationsarbeit flächendeckend für das Phänomen sensibiliseren möchte. Das Netzwerk bietet Beratungs- und Unterstützungsleistung als Präventionsleistung und Deradikalisierung gegen Salatismus an.

Im Rahmen des Präventionsnetzwerkes arbeitet seit Maärz 2016 das Kompetenzzentrum für Deradikalisierung im Bayerischen Landeskriminalamt(BLKA) mit Violence Prevention Network e.V. (VPN) zusammen. Knapp 650 Personen werden in Bayern der salafistischen Szene zugeorndet. Seit Einrichtung des Kompetenzzentrums für Deradikalisierung im September 2015 wurden insgesamt 106 Fälle geprüft. "In mehr als einem Drittel der Fälle liege den Betroffenen oder deren Angehörigen bereits ein individuelles Beratungskonzept vor, das eine langfristige Begleitung und Beratung vorsehe."

Betroffene und Angehörige können sich anonym an das Netzwerk wenden – dessen Mitarbeiter unterliegen der Schweigepflicht.

Das Bayerische Netzwerk für Prävention und Deradikalisierung gegen Salafismus besteht seit 2015. Das Netzwerk setzt sich aus Vertretern der Bayerischen Staatsministerien des Innern, für Bau und Verkehr, der Justiz, für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst sowie für Arbeit und Soziales, Familie und Integration zusammen.

Pressemitteilung
Nähere Informationen zum Kompetenzzentrum: http://www.polizei.bayern.de/schuetzenvorbeugen/index.html/232038

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