Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Dokumentation 22. DBH-Bundestagung

DBH-Materialien Nr.74
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40 Jahre Führungsaufsicht

DBH-Materialien Nr.75
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Veranstaltungen 2017

Fortbildungskalender DBH-Bildungswerk 2017 erschienen

Veranstaltung am FÖPS Berlin: Was bringen Jugendhaftstrafen? Ergebnisse einer Evaluationsstudie

Veranstaltung am FÖPS Berlin:
Was bringen Jugendstrafen? Ergebnisse einer Evaluationsstudie.


Der Umgang mit straffälligen Jugendlichen wird gesamtgesellschaftlich immer wieder kontrovers diskutiert. Dabei stehen neben Erklärungsansätzen vor allem Reaktionsmöglichkeiten des Staates und der Gesellschaft im Fokus des Diskurses – allen voran der Jugendstrafvollzug.

Zwischen 2006 und 2014 hat ein Team von ForscherInnen im hessischen Jugendstrafvollzug zwei Studien zum Rückfall und der Wirkung und Akzeptanz von pädagogischen und sozialtherapeutischen Maßnahmen durchgeführt. Dabei wurden die Entlassungsjahrgänge 2003, 2006 und 2009 jeweils vollständig und nach dreijähriger Verzögerung mittels Auszügen des Bundeszentralregisters untersucht (quantitative Teilstudie). Zudem wurden Befragungen mit Gefangenen am Anfang, Ende und nach der Haft, unter anderem zur Persönlichkeitsentwicklung, sozialen Kompetenz, Struktur nach der Haft und Einschätzung von Maßnahmen durchgeführt. Zusätzliche Interviews mit der Bewährungshilfe zur Fremdeinschätzung ergänzten die qualitative Teilstudie.

Der Vortrag stellt zum einen einschlägige Ergebnisse z. B. zu Rückfallquoten, Entwicklungen nach Inhaftierung, Rückfallursachen als auch Bewertungen von Behandlungsmaßnahmen dar. Zum anderen werden, ganz grundsätzlich, Folgen für evidenzbasierte Forschungen im Jugendstrafvollzug diskutiert.

Prof. Dr. Marc Coester hat Erziehungswissenschaft studiert, war als Sozialpädagoge sowie an den Instituten für Kriminologie in Tübingen und Marburg tätig und war Projektleiter beim Landespräventionsrat Niedersachsen im dortigen Justizministerium. Coester promovierte zum Thema „Das Konzept der Hate Crimes aus den USA unter besonderer Berücksichtigung des Rechtsextremismus in Deutschland“. Diese Arbeit wurde mit dem Promotionspreis der Universität Tübingen ausgezeichnet. Seit 2014 ist er Professor für Kriminologie an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin am Fachbereich für Polizei und Sicherheitsmanagement. Zudem ist er Präsident des DBH-Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik.

Für die Teilnahme bitte der Veranstalter um eine kurze Anmeldung unter foeps-office@hwr-berlin.de

Zeit und Ort:
Donnerstag, 1. Dezember 2016, 17.00 Uhr, Haus 6B, Raum 065

HWR Berlin, Campus Lichtenberg, Alt Friedrichsfelde 60, 10315 Berlin, Haus 6B, Raum 065

Das Forschungsinstitut für öffentliche und private Sicherheit wurde 2013 von Hochschullehrer/innen des Fachbereiches Polizei und Sicherheitsmanagement der HWR Berlin gegründet und bündelt Kompetenzen im Bereich der Sicherheitsforschung. Die Vielschichtigkeit des Themenfeldes Sicherheit spiegelt sich in der im Institut vorhandenen Multi- und Interdisziplinarität wider. Die Zusammenführung fachlicher Kompetenzen insbesondere aus den Bereichen Polizei, Recht, Kriminologie, Sozialwissenschaften und Psychologie ist das zentrale Merkmal des Instituts im Kontext der öffentlichen und privaten Sicherheitsforschung. Zudem sind im Rahmen der Vernetzung mit anderen Fachbereichen und Forschungsinstituten Kompetenzen im Bereich der Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft und Informatik an das FÖPS Berlin angeschlossen. Weitere Infos unter http://www.foeps-berlin.org

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