Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Dokumentation 22. DBH-Bundestagung

DBH-Materialien Nr.74
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40 Jahre Führungsaufsicht

DBH-Materialien Nr.75
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Veranstaltungen 2017

Fortbildungskalender DBH-Bildungswerk 2017 erschienen

Besonderheiten schulischer Ausbildung im deutschen Strafvollzug, dargestellt am Beispiel der JVA Hamburg-Fuhlsbüttel

Die Masterarbeit von Nils Schack (Universität Koblenz Landu) liefert einen Ein- und Überblick in die Besonderheiten der schulischen Ausbildung innerhalb einer Justizvollzugsanstalt, hier am Beispiel der JVA Hamburg-Fuhlsbüttel. Die Ergebnisse der Arbeit beruhen auf Interviews mit Lehrkräften der JVA.

Insgesamt sind in der JVA Fuhlsbüttel 268 Arbeitsplätze und 135
Qualifizierungs- und Ausbildungsplätze vorhanden. In der JVA Fuhlsbüttel besteht für alle Insassen eine Arbeitspflicht von 34 Wochenstunden. Zu Beginn der Inhaftierung durchläuft jeder Häftling neben dem Aufnahmenverfahren das sog. Diagnostik-Profiling-Assessment-Verfahren (DPA) zur Berufsfindung. Hierbei handelt es sich um eine 4-wöchige Maßnahme mit dem Ziel die beruflichen und schulischen Kompetenzen des Gefangenen zu ermitteln und zu protokollieren, um so die Basis für die spätere Erstellung des individuell abgestimmten Berufswegeplans zu bilden.
Im Anschluss an das DPA-Verfahren wird der Berufswegeplans (BWP) erstellt und die Bildungsbegleitung festgelegt.

Im Rahmen der Entlassungsvorbereitung kommt der vollzugsinternen Berufsentwicklungszentrum (BEZ) in Zusammenarbeit mit Integrationshilfen e.V. eine besondere Rolle zu. Mit der Bundesagentur für Arbeit und team.arbeit.hamburg werden gemeinsam Beratungs- und Vermittlungsangebote organisiert.

Das Übergangsmanagement liegt in der JVA Fuhlsbüttel in der Verantwortung des Integrationshilfen e.V.; das Bestandteil des Projekts BEST („Berufliche Eingliederung Straffälliger“) ist,
welches durch den Europäischen Sozialfond finanziert wird. Innerhalb des Übergangsmanagements stehen den Häftlingen insgesamt drei
Mitarbeiter des Programms zur Verfügung, die den Inhaftierten/Strafentlassenen neun Monate lang betreuen.

Kernergebnisse der Masterarbeit sind:
"Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass jede der befragten Lehrkräfte Besonderheiten bezüglich der schulischen Ausbildung in der JVA nannte, und im Folgenden zu seiner jeweiligen Arbeit an einer regulären Gewerbeschule in Kontrast setzte. Diese Unterschiede bezogen sich auf folgende Aspekte, die von mir zu fünf Kategorien zusammengestellt wurden: Formale Unterschiede (4.1), Einflussgrößen des Unterrichts (4.2), Einflussgröße Schüler (4.3), schulische Leistungen (4.4), und Anforderungen an die Lehrkraft (4.5)."

Die Masterarbeit kann hier heruntergeladen und nachgelesen werden.






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