Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Dokumentation 22. DBH-Bundestagung

DBH-Materialien Nr.74
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DBH-Materialien Nr.75
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Fortbildungskalender DBH-Bildungswerk 2017 erschienen

Befragung der Angestellten im Schweizer Freiheitsentzug

Im Januar und Februar 2012 wurde in 89 Institutionen des Schweizer Freiheitsentzuges eine Befragung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchgeführt. Mit der Befragung sollen in der Schweiz erstmals umfassende Informationen über die tägliche Arbeit der Mitarbeitenden im Freiheitsentzug erhoben werden.

Die Ergebnisse der Studie beziehen sich auf 1.879 befragte Personen.

Zentrale Ergebnisse der Befragung:


  • rund ein Viertel der Befragten haben einen handwerklichen Hintergrund, ca. ein Fünftel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen aus der Dienstleistungsbranche oder aus dem Verkauf

  • das Arbeitsumfeld wird mehrheitlich positiv erlebt; jedoch sind ein Drittel über- oder unterfordert

  • 60,7 Prozent der Befragten bewerteten die Beziehung zu den Inhaftierten positiv

  • Inhaftierte befolgen mehrheitlich die Weisungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, weil sie Gefangenen mit Respekt und Anerkennung begegnen

  • ein hohes Risiko in näherer Zukunft an einem Burnout zu erkranken hat rund jeder 10. der befragten Mitarbeitenden

  • rund 90 Prozent geben an, dass sie bei guter Gesundheit sind

  • bei der Befragung nach verschiedenen Strafzwecken wurden Resozialisierung und Behandlung (80,5 Prozent) von Straftätern sowie die Bestrafung der Täter (75,2 Prozent) favorisiert

  • 60,6 Prozent der Befragten haben angegeben, dass sie nicht das Gefühl hätten, ihre Arbeit würde wirklich anerkannt

  • Opfer von Gewalt durch Gefangene zu werden, sind im schweizerischen
    Justizvollzug sehr selten (Abfrage von Ereignissen in den letzten 6 Monaten)


  • Das Projekt dauerte vom 01.09.2010 bis zum 31.08.2012 und wurde vom Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung finanziert

    Zusammenfassung der Ergebnisse der Befragung im Infobulletin des Schweizer Bundesamts für Justiz (ab Seite 16)

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