Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Dokumentation 22. DBH-Bundestagung

DBH-Materialien Nr.74
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40 Jahre Führungsaufsicht

DBH-Materialien Nr.75
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Veranstaltungen 2017

Fortbildungskalender DBH-Bildungswerk 2017 erschienen

Vier Tage Ewigkeit - als Journalist in der JVA

Der Journalist Toni Schmitt (die tageszeitung) hat sich für vier Tage in der JVA Oldenburg einschließen lassen. Diese Aktion war zwar transparent gegenüber Mitarbeitenden und Inhaftierten, aber doch für seine Recherche interessant und ermöglichte ein Blick aus "betroffener" Sicht in den Strafvollzug. Die JVA Oldenburg gilt als "konsequent und liberal", so umschreibt es Anstaltsleiter Gerd Koop. Es bringe nichts, wenn wir Gefangene 23 Stunden am Tag wegsperren. "Wir fördern die Häftlinge, wir fordern aber auch viel - besonders mit Blick auf Selbstverantwortung", führt er weiter aus.
In seinem Resumee fasst der Journalist seine Eindrücke zusammen: "Die kriminelle Suppe, in der ich vier Tage schwamm, besteht aus Menschen. Die meisten Gefangenen glauben nicht, dass der Knast sie 'besser' macht. Nicht alle, aber viele haben erkannt, dass dies von ihnen selbst kommen muss. Bei manchen ist klar, dass sie ein Gefängnis nie wieder von innen sehen werden, bei anderen, zum Beispiel Süchtigen, scheint der Rückfall in die Kriminalität vorprogrammiert. Mir als Journalist wird das Wort 'Luxusknast' nicht mehr so leicht über die Lippen kommen. Freiheitsentzug bleibt eine schwere Strafe." Vier Tage Ewigkeit, taz 23.02.15

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