Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Dokumentation 22. DBH-Bundestagung

DBH-Materialien Nr.74
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DBH-Materialien Nr.75
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Fortbildungskalender DBH-Bildungswerk 2017 erschienen

Radikalisierungsort Gefängnis

Die Attentäter vom 07.01.15 in Paris haben sich im Gefängnis radikalisiert. Auch in Deutschland sitzen radikale Islamisten als verurteilte Terroristen und auch Syrien-Rückkehrerim im Gefängnis. Zwei der Attentäter von Paris haben lange Zeiten ihrer islamistischen Radikalisierung im Gefängnis durchlaufen. Das gilt auch für den Attentäter im Frühjahr 2014 im jüdischen Museum in Brüssel, der vier Menschen erschossen hat.
Die "Deutsche Welle" hat über diese Problematik ausführlich berichtet:
"Im vergangenen Dezember wurde in Frankfurt der erste Syrien-Rückkehrer zu knapp vier Jahren Jugendstrafe verurteilt, wegen Mitgliedschaft in der Terrormiliz 'Islamischer Staat'.
Das Problem: Gerade in den Gefängnissen treffen hoch ideologisierte Dschihadisten auf eine anfällige Klientel. Das gilt besonders für Jugendstrafanstalten, betont der Pädagoge und Politologe Thomas Mücke. Der Mitbegründer und Geschäftsführer des 'Violence Prevention Network' erläutert im DW-Interview, die jungen Leute seinen ja gerade inhaftiert, weil ihre bisherigen Lebenswege gescheitert seien. "Dann sind sie auch anfällig für einfache Erklärungsansätze: Du bist inhaftiert, weil du in dieser Gesellschaft nicht akzeptiert wirst, weil Muslime auf der ganzen Welt verfolgt werden." Mücke ist aufgefallen, dass viele radikalisierte Dschihadisten in ihrem Lebenslauf mit dem kriminellen Milieu Kontakt hatten. "Da sind nicht wenige, die mit Gewalt-, Eigentums- und Drogendelikten aufgefallen sind." Deswegen fordert Mücke präventive Angebote in den Gefängnissen". Deutsche Welle: Radikalisierungsort Gefängnis, 14.01.2015

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