Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Dokumentation 22. DBH-Bundestagung

DBH-Materialien Nr.74
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40 Jahre Führungsaufsicht

DBH-Materialien Nr.75
DBH-Materialien Nr.75

Veranstaltungen 2017

Fortbildungskalender DBH-Bildungswerk 2017 erschienen

Teil-Privatisierung des Probation Service in England und Wales

Zurzeit ist die Bewährungshilfe in England und Wales staatlich und ist in 35 Trusts aufgeteilt.
Die wichtigsten Aspekte der Reformen sind nach Ansicht der Regierung wie folgt:
- Es soll im öffentliche Sektor eine neue nationale Bewährungshilfe geschaffen werden, die basierend auf dem Fachwissen und der Professionalität von Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfern die öffentliche Sicherheit und Institutionen wie bisher erfolgreich schützen soll.
- Zum ersten Mal in der jüngeren Geschichte soll jeder Täter, der aus der Haft entlassen wird eine gesetzliche Betreuung und Rehabilitation in der Gemeinde erhalten. Die gesetzliche Aufsicht und Rehabilitation soll für alle 50.000 Täter, die besonders rückfallgefährdet sind ausgeweitet werden – auf alle Verurteilten, die weniger als 12 Monaten in Haft waren.
- Ein landesweiter Resozialisierungs-Service soll eingerichtet werden, um den meisten Tätern eine kontinuierliche Unterstützung durch einen Service von der Haft bis zurück in die Gesellschaft zu geben. Das soll dadurch sichergestellt werden, in dem die zur Entlassung anstehenden Inhaftierten die letzten drei Monate in einer speziellen Entlassungsabteilung, in der Nähe ihrer Heimatorte, untergebracht werden.
- Es soll ermöglicht werden, dass vielfältige Anbieter sich bewerben können. Damit soll das Beste aus den öffentlichen, ehrenamtlichen und privaten Sektor sich entwickeln können, auf lokaler als auch auf nationaler Ebene.
- Neue Zahlungsanreize für die Markt-Anbieter sollen eine schonungslose Konzentration auf die Reform der Straftäterbetreuung eingeführt werden. Diese sollen den Anbietern Flexibilität gewähren, dass zu tun was erfolgversprechend und frei von Bürokratie ist. Die Zahlung der vollen Rate erfolgt in Abhängigkeit zur Reduzierungen der Rückfallquote.
Weitere Informationen finden Sie unter Regierungs-Information
NAPO (Probation and Family Courts) ist ein Fachverband und Gewerkschaft der Bewährungshilfe und hat natürlich eine andere Interpretation der Reform:
Das Justizministerium hat vor 70% der Bewährung zu privatisieren. NAPO glaubt, dass die wahre Motivation die Senkung von Kosten ist und die ideologische Einstellung seitens der Regierung, die private Anbieter den bestehenden staatlichen Diensten gegenüber zustellen. Wenn diese Pläne umgesetzt werden, dann wird es zu einer Zerstückelung des Dienstes führen, das Personal wird reduziert (um der Regierung Einsparungen und den Unternehmen Gewinne zu ermöglichen) und der Schutz der Öffentlichkeit wird gefährdet.
Die Regierung plant, 70% der Bewährungshilfe auszulagern an private Unternehmen wie G4S, Serco und Sodexo. Diese wird umfassen die Aufsicht aller Straftäter in der Gesellschaft mit niedrigem und mittlerem Risiko, die Durchführung von Behandlungsprogrammen, gemeinnützige Arbeit und vieles mehr.
NAPO meint, dass diese Pläne nicht durchdacht und unverantwortlich sind. Die vorgesehenen Details und der geplante enge Zeitrahmen sind nicht praktikabel. Am wichtigsten ist aber, dass sie die gute Arbeit der bestehenden Dienste untergraben und sie eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen.
Weitere Informationen (in Englisch) finden Sie unter: NAPO-Information

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