Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Dokumentation 22. DBH-Bundestagung

DBH-Materialien Nr.74
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40 Jahre Führungsaufsicht

DBH-Materialien Nr.75
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Veranstaltungen 2017

Fortbildungskalender DBH-Bildungswerk 2017 erschienen

50 Jahre Institut für Kriminologie an der Universität Tübingen

Am 26.10.2012 feierte das Institut für Kriminologie (IfK) in Tübingen "50 Jahre Institut für Kriminologie, Außensicht - Innensicht - Aussicht" vor 130 geladenen Gästen sein Jubiläum. 1962 wurde das Institut als erstes in Deutschland gegründet.
Das IfK wurde zuerst von Professor Hans Göppinger (1962 - 1986) geleitet, dessen zentraler Forschungsschwerpunkt die interdisziplinäre Untersuchung von Tätern war. Die "Tübinger-Jungtäter-Vergleichsuntersuchung" (TJVU) schaffte mit Einzelfalluntersuchungen sowie statistischen Erhebungen Grundlagenwissen. Professor Hans-Jürgen Kerner (1986 - 2011) setzte die TJVU mit Folgeuntersuchungen fort und weitete den Forschungsbereich aus, unter anderem auf Bereiche der Mehrfachtäteruntersuchung, Delinquenzabbruch und Rückfalluntersuchung. Ein weitere Schwerpunkt war auch der Täter-Opfer-Ausgleich. All diese Forschungen waren verbunden mit einer engen Verbindung zur strafrechtlichen Praxis. Seit 2011 leitet Professor Jörg Kinzig das IfK. Drei aktuelle Forschungsschwerpunkte wurden auf der Festveranstaltung am 26.10.12 von Mitarbeiter/innen des Instituts vorgestellt. Neben der Evaluation der Führungsaufsicht - im Auftrag des Bundesjustizministeriums -, die Tübinger Sicherheitsstudie und die Lebenslagenuntersuchung von jungen Strafgefangenen in Baden-Württemberg. Unter dem Titel "Arm, randständig, ausgegrenzt" wurden erste Ergebnisse über den aktuellen Bestand in der JVA Adelsheim vorgestellt, ein Vergleich mit einer nicht delinquenten Kontrollgruppe und ein Längsschnitt (1991/92 zu 2009/10) erhoben. Jetzt ist schon festzustellen, dass die Problemlagen der inhaftierten Jugendlichen in dem 20-jähringen Untersuchungszeitraum erheblich zugenommen haben. So sind in den Bereichen Drogen-, Alkoholgebrauch und ADHS erhebliche statistische Steigerungen zu erkennen, aber auch in Zahlen der Arbeitslosigkeit der Eltern und der mangelnden Ausbildung. Die abschließenden Ergebnisse sollen im Herbst 2013 vorliegen.
Reutlinger General-Anzeiger, 29.10.12
SWR-Landesschau "Erforschung von Verbrechen hat Tradition", 26.10.2012

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