Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Dokumentation 22. DBH-Bundestagung

DBH-Materialien Nr.74
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DBH-Materialien Nr.75
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Fortbildungskalender DBH-Bildungswerk 2017 erschienen

Armutsbericht des Paritätischen

Etwa zwölf Millionen Deutsche sind von Armut bedroht, wie aus einem Bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes hervorgeht. Besonders gefährdet ist das Ruhrgebiet: "Wenn dieser Kessel mit fünf Millionen Menschen einmal zu kochen anfängt, dürfte es schwer fallen, ihn wieder abzukühlen."
Bei diesen zwölf Millionen handelt es sich um 14,5 Prozent der Gesamtbevölkerung. Im Osten ist die Gefahr, in Armut abzusinken, nach wie vor größer als im Westen. In Westdeutschland lag die Armutsquote 2010 bei 13,3 Prozent, in den östlichen Bundesländern bei 19 Prozent. Wenn jemand weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens zur Verfügung hat wird von Armutsgefährdung gesprochen. Die Armutsgefährdungsschwelle für einen Alleinstehenden-Haushalt lag bei 826 Euro, für eine vierköpfige Familie bei 1735 Euro.
Berlin und Nordrhein-Westfalen zeigen der Studie zufolge einen deutlichen Negativtrend. In Berlin stieg die Armutsgefährdungsquote von 17 Prozent im Jahr 2006 auf 19,2 Prozent an, in NRW von 13,9 auf 15,4 Prozent.
Besorgniserregend ist die Lage im Ruhrgebiet. Dort ist die Armutsquote seit Jahren steigend. "Wenn dieser Kessel mit fünf Millionen Menschen einmal zu kochen anfängt, dürfte es schwer fallen, ihn wieder abzukühlen", führt der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen aus.
Der Paritätische wies darauf hin, dass der Anteil der Armen in Berlin und Nordrhein-Westfalen gestiegen sei, obwohl der Anteil der Hartz-IV-Empfänger an der Bevölkerung fast gleich blieb. Dies zeigt, dass auch Menschen, die kein Hartz-IV beziehen, von Armut betroffen sind.
Information des Paritätischen
Armutsbericht des Paritätischen

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