Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Dokumentation 22. DBH-Bundestagung

DBH-Materialien Nr.74
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40 Jahre Führungsaufsicht

DBH-Materialien Nr.75
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Veranstaltungen 2017

Fortbildungskalender DBH-Bildungswerk 2017 erschienen

Europäisches Jahr zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung

Die Europäische Kommission hat das Jahr 2010 zum Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung (EJ 2010) ausgerufen. Angesichts europa weitsteigender Zahlen der von Armut Betroffenen bzw. Gefährdeten stellt sich diese Entscheidung gerade zu als eine Notwendigkeit dar, um vorhandene Armut, deren Ursachen und Auswirkungen weiter sichtbar zu machen sowie weiter gehende Vorschläge zur Armutsbekämp fung und die hierzu notwendigen Veränderungen der Rahmenbedingungen zu er arbeiten. Die Nationale Armutskonferenz führt aus Anlass des EJ 2010 vom 19. bis 26. Juni 2010 eine nationale Fokuswoche durch. Dazu finden gebündelt zahlreiche Aktionen von Akteuren und Gruppen zum Thema „Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung“ statt. In der Forumsveranstaltung am 23.6. „Gegen Armut und soziale Ausgrenzung – Akteure im Dialog“ kommen Betroffene, Politiker, Medien und Fachöffentlichkeit zusammen, beschreiten dabei neue Wege des Austausches und der Verständigung und eröffnen somit neue Perspektiven bei der Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. Die Forumsveranstaltung wird von der Nationalen Armutskonferenz in Kooperation mit dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. und dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen des Landes Rheinland-Pfalz veranstaltet.
Forumsveranstaltung: Gegen Armut und soziale Ausgrenzung, 23.06.2010 in Berlin
In Europa sind derzeit fast 84 Millionen Menschen akut armutsgefährdet. Für die Betroffenen bedeutet dies eine Existenz in ständiger Unsicherheit und ein Leben ohne die Dinge, die für die große Mehrheit oft selbstverständlich sind.
Ein Leben in Armut bringt eine Vielzahl von Problemen mit sich. Oft haben die Betroffenen nicht genug Geld für Lebensmittel, Kleidung oder adäquate Wohnungen, und nicht selten führen die finanziellen Probleme in die Obdachlosigkeit. Armutsgefährdete Menschen können sich nur einen sehr einfachen Lebensstil leisten, was zu ihrer sozialen Ausgrenzung führen kann.
In Anlehnung an ihren Leitgrundsatz der Solidarität hat die Europäische Union das Jahr 2010 in Übereinstimmung mit den Mitgliedstaaten zum Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung ausgerufen. Das Jahr soll das öffentliche Bewusstsein für die Situation der von Armut betroffenen Menschen schärfen und dem politischen Engagement der EU und der Mitgliedstaaten im Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung neuen Schwung verleihen.
Zu den wesentlichen Zielsetzungen des Europäischen Jahres 2010 gehört ferner, den Anliegen von in Armut lebenden Menschen Gehör zu verschaffen und die europäischen Bürger sowie andere Akteure und Interessenträger für die Armutsproblematik zu sensibilisieren.
Das Jahr soll außerdem einen Beitrag zur Bekämpfung von Stereotypen leisten und die kollektiven Wahrnehmungen von Armut hinterfragen. Unter Berufung auf ihre Leitprinzipien der Solidarität und Partnerschaft ruft die EU im Jahr 2010 dazu auf, die Ursachen von Armut direkt und effektiv zu bekämpfen und damit allen Bürgern eine volle und aktive Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.
Während des gesamten Jahres führen zivilgesellschaftliche Organisationen und die Sozialpartner in Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Ländern und der Europäischen Kommission eine Vielzahl von Aktivitäten durch.
Im Januar und im Dezember 2010 finden zwei gesamteuropäische Konferenzen statt, eine Kunstinitiative wird eine Brücke zwischen von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffenen Menschen und der kreativen Welt bauen, und spezielle Lehrgänge werden Medienvertretern und Entscheidungsträgern neue Einblicke in die komplexe Armutsproblematik vermitteln.
In allen EU-Mitgliedsländern sowie in Norwegen und Island finden landesweite und örtliche Veranstaltungen und Aktivitäten statt, darunter Kampagnen zur Bewusstseinsförderung, Workshops und Informationsseminare in Schulen. Eigens produzierte Filme, Zeitschriften und andere Materialien sollen Betroffene über ihre Rechte und Möglichkeiten informieren und den Bürgern vor Augen führen, wie sich Armut und Ausgrenzung auf ihre Sozialgemeinschaften auswirken.
Eine Reihe von bekannten Persönlichkeiten sowie von Armut betroffene Personen werden im Rahmen der Kampagne als Botschafter tätig sein, um die Sichtbarkeit und die Glaubwürdigkeit der Aktivitäten zu fördern und andere zum Mitmachen anzuregen.
Nationale Armutskonferenz












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