Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Dokumentation 22. DBH-Bundestagung

DBH-Materialien Nr.74
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40 Jahre Führungsaufsicht

DBH-Materialien Nr.75
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Fortbildungskalender DBH-Bildungswerk 2017 erschienen

Roman Polanski: mit elektronischer Fußfessel in die Freiheit

Gegen eine Kaution von umgerechnet rund drei Millionen Euro darf der seit zwei Monaten in der Schweiz in Auslieferungshaft sitzende Starregisseur Roman Polanski das Gefängnis verlassen.
Ihm wird die Vergewaltigung einer 13-jährigen zur Last gelegt. Der 76-Jährige wird unter Hausarrest stehen und eine elektronische Fußfessel tragen müssen.
Seine Anwälte versuchen weiter, die beantragte Auslieferung in die USA zu verhindern, wo dieser 1977 die junge Samantha Geimer vergewaltigte. Polanski droht dort für sein Verbrechen eine mehrjährige Haftstrafe.
In mehreren Kantonen der Schweiz wird seit 1999 die elektronischen Fussfesseln als Alternative zur Inhaftierung getestet.
Beim elektronisch kontrollierten Hausarrest wird dem Betroffenen oberhalb des Fussgelenkes ein Sender für die Überwachung angelegt.
Der Empfänger wird in der Wohnung an das Telefonnetz angeschlossen. Beim Betreten oder Verlassen der Wohnung übermittelt der Sender ein Signal an den Empfänger. Die Meldung wird mit einem vorher festgelegten programmierten Wochenplan verglichen. Stimmt sie nicht mit diesem überein, gibt es einen Alarm in der Überwachungsstelle. In der Regel werden dann Sozialarbeiter (Bewährungshelfer) aktiv und nehmen zum Überwachten Kontakt auf.
In Deutschland wird die elektronische Fußfessel in Hessen und demnächst in Beden-Württemberg eingesetzt.

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