Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Dokumentation 22. DBH-Bundestagung

DBH-Materialien Nr.74
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40 Jahre Führungsaufsicht

DBH-Materialien Nr.75
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Veranstaltungen 2017

Fortbildungskalender DBH-Bildungswerk 2017 erschienen

Vorbereitung auf ein Leben ohne Straftaten

Im Rahmen eines Modellprojektes sind in den Vollzugsanstalten in Niedersachsen vier Handlungsfelder erarbeitet worden, mit denen die für die Entlassung relevanten Daten abgefragt und überprüft werden sollen. Dabei gehe es darum, ob Personalpapiere vorhanden sind, welche Kontakte der Inhaftierte privat, zur Arbeitsverwaltung oder zur Bewährungshilfe hat und ob gegebenenfalls Suchtprobleme bestehen. In individuell festzulegenden Einzel- oder Gruppenmaßnahmen würden dann die erkannten Problemfelder aufgearbeitet.
"Da geht es um Anti-Aggressionstraining ebenso wie um Cannabisentwöhnung, um Verkehrstätertraining oder um Schuldnerberatung", sagte Projektleiter Robert Welling von der JVA Lingen-Damaschke. Ein grundsätzliches Ziel sei es, die Eigenverantwortung der Inhaftierten zu stärken, etwa durch selbständiges morgendliches Aufstehen statt eines allgemeinen Weckrufs oder durch das eigenständige Verwalten der monatlichen Geldbeträge. Auch der Vernetzung der unterschiedlichen Einrichtungen, JVA, Bewährungshilfe, Straffälligenhilfe oder auch Suchttherapieeinrichtungen, komme große Bedeutung zu. "Die gesamten Bemühungen des Justizvollzugs können nur fruchten, wenn für die erste Zeit nach der Entlassung die begonnenen Maßnahmen fortlaufend weiter begleitet werden", stellte Welling fest.
Pressemeldung Jm Niedersachsen, 29.05.09

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