Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Dokumentation 22. DBH-Bundestagung

DBH-Materialien Nr.74
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40 Jahre Führungsaufsicht

DBH-Materialien Nr.75
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Veranstaltungen 2017

Fortbildungskalender DBH-Bildungswerk 2017 erschienen

Lebenslangen Freiheitsstrafe - Untersuchung der KrimZ

Die jährliche Studie der Kriminologischen Zentralstelle in Wiesbaden (KrimZ) ermittelt die Dauer der Inhaftierung und die Gründe der Entlassung bei lebenslanger Freiheitsstrafe, Sicherungsverwahrung und Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.
Die aktuelle Untersuchung enthält Zahlen aus dem Jahr 2006. Am 31. Mai 2006 waren 1.919 "Lebenslängliche" inhaftiert, davon wurden 40 entlassen - überwiegend Männer, wegen Mord verurteilt und fast ausschließlich Deutsche. Die Durchschnittsdauer ihrer Haftzeit betrug knapp 18 Jahre.
In den früheren Jahren wurden zwischen 1945 und 1975 "Lebenslängliche" durchschnittlich etwas mehr als 20 Jahre inhaftiert. In den 80er-Jahre sei von einem Wert von über 18 Jahren auszugehen. Aber die Zahl der Täter, die zu lebenslanger Haft verurteilt werden, ist auch emens angestiegen. Sie hat sich nahezu verdoppelt, von gut 1.000 auf knapp 2.000 Täter in den letzten 40 Jahren.
Im Vergleich werden "lebenslänglich" Verurteilten in England und Wales früher entlassen: seit 1992 schwanke die Zahl zwischen zwölf und 14 Jahren. In Frankreich allerdings sind die Gefängnisaufenthalte länger als in Deutschland: "Lebenslängliche" waren gut 19 Jahre inhaftiert.
Die Studie der KrimZ kann eingesehen werden unter:
KrimZ: Dauer und Gründe der Beendigung im Jahr 2006 der lebenslangen Freiheitsstrafe, Sicherungsverwahrung und Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus
Weitere Untersuchungen der KrimZ finden Sie unter:
Stichtagserhebungen der KrimZ

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